G-BA: Kliniken können Intensivpflegepersonal flexibler einsetzen

(23.03.20) Zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie erhalten Krankenhäuser ab sofort mehr Spielraum beim Einsatz von Pflegepersonal: Die Kliniken dürfen jetzt von den Vorgaben für Intensivpflegekräfte abweichen, wenn es auf ihren Stationen zu kurzfristigen krankheits- oder quarantänebedingten Personalausfällen kommt oder wenn die Patientenzahlen stark ansteigen. Dafür hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die geltenden Vorgaben für die personelle Ausstattung mit Intensivpflegekräften bei bestimmten komplexen Behandlungen gelockert.

Die Kliniken sollen ihr Pflegepersonal bei Engpässen infolge zunehmender COVID-19-Infektionen mit größtmöglicher Flexibilität einsetzen und notwendige Behandlungen durchführen können. Der G-BA reagierte mit dem Beschluss auf die vom Bundesgesundheitsministerium eröffnete Möglichkeit, Personaluntergrenzen auch in komplexen und besonders personalintensiven Versorgungsbereichen zu unterschreiten. Unterdessen bleiben die Krankenhäuser zum Nachweis des Pflegepersonaleinsatzes verpflichtet.

  • Versorgung von Früh- und Reifgeborenen (QFR-RL)
  • Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hämato-onkologischen Krankheiten (KiOn-RL)
  • Kinderherzchirurgie (KiHe-RL)
  • Behandlung des Bauchaortenaneurysmas (QBAA-RL)
  • minimalinvasive Herzklappeninterventionen (MHI-RL)
  • allogene Stammzelltransplantation beim Multiplem Myelom
  • allogene Stammzelltransplantation mit In-vitro-Aufbereitung des Transplantats bei akuter lymphatischer Leukämie und akuter myelotischer Leukämie bei Erwachsenen

Mehr zum Thema

→ G-BA: Mehr Informationen zum Beschluss

→ Bundesgesundheitsministerium: Pressemitteilung vom 23. März 2020

→ Coronavirus: Pflegepersonaluntergrenzen bis auf  Weiteres ausgesetzt

→ AOK-Gesundheitspartner: Personalvorgaben in der Pflege

→ AOK-Gesundheitspartner: Personalvorgaben für Frühchen-Stationen