Lesegeräte für die eGK

Grundsätzlich gilt: Die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen beschaffen keine Lesegeräte. Dies ist Aufgabe jeder einzelnen Praxis. Die Kassenärztlichen Vereinigungen (Kven) erstatten die angegebenen Kostenpauschalen, die sie später mit den Kassen abrechnen. Dazu muss die Praxis einen entsprechenden Antrag bei ihrer KV stellen. Die wichtigsten Fragen rund um Lesegeräte haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Gibt es eine rechtliche Verpflichtung zur Anschaffung eines Lesegerätes?
Für Lesegeräte, die bis zum 30.09. einsatzbereit sind (angeschafft, angeschlossen, getestet) kann eine Pauschale für Installation und Neuanschaffung gezahlt werden, danach ist keine Bezuschussung mehr geplant.
Mit dieser Vereinbarung auf Bundesebene wird ein deutlicher Rat an die Ärzte erteilt.

Deckt die Pauschale die Anschaffungskosten?
Ob die Pauschale die Anschaffungskosten für eingekaufte Lesegeräte deckt, richtet sich nach dem Produkt (und damit auch nach den variierenden Kosten), das der Arzt für seine Praxis einkauft. Derzeit existiert eine Vielzahl von Anbietern auf dem Markt.

Wie hoch sind die Pauschalen, die eine Arztpraxis erhalten kann?
Für Lesegeräte, die bis zum 30.9.2011 angeschafft wurden, wird eine Pauschale von 355 Euro für stationäre Lesegeräte, 215 Euro für die Installation und 280 Euro für mobile Lesegeräte gezahlt werden.

Wie viele Lesegeräte kann eine Praxis erhalten?
1 Lesegerät gilt pro Praxis und bis zu 3 Ärzten. Praxen mit mehr als 3 Ärzten haben Anspruch auf eine Pauschale für zweites Lesegerät.

Über wen kann man Lesegeräte beziehen?
Die Zulassung der Kartenterminals übernimmt die gematik. Es sollten nur von der gematik zertifizierte und zugelassene Lesegeräte beschafft werden. Auf der Website der gematik befindet sich eine Auflistung aller zugelassenen stationären und mobilen Kartenterminals unter www.gematik.de weiter über den Link "Herstellerangaben Kartenterminals". Hier gelangt man zum Hersteller, bei dem das gewünschte Lesegerät bestellt werden kann.