Aufnahme weiterer Erkrankungen in die ASV geregelt

(12.08.19) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Verfahren für die Aufnahme neuer Erkrankungen in die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) geändert. Somit kann die ASV weiterwachsen. Der G-BA-Beschluss ist noch nicht gültig. Er tritt am Tag  nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Der Hintergrund: 2014 hatte die ambulante spezialfachärztliche Versorgung die ambulante Behandlung im Krankenhaus (ABK) abgelöst. Seitdem übernehmen Vertragsärzte und Krankenhausärzte gemeinsam die ambulante hochspezialisierte Versorgung.

Anträge auch von Vertretern der Patienten und der Selbsthilfe

Schritt für Schritt werden alle Indikationen, die früher nach der ABK-Richtlinie behandelt wurden, in die ASV überführt. Durch die Änderung des ASV-Aufnahmeverfahrens können nun weitere Erkrankungen über diesen Katalog hinaus hinzukommen.

Anträge können neben der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der KBV und dem GKV-Spitzenverband auch die Vertreter der Patienten und der Selbsthilfe stellen. Der G-BA prüft die Anträge und kann die Erkrankungen dann in seine Beratungsliste aufnehmen. Jedes Jahr wird dann eine Priorisierung festgelegt und die ASV nach und nach erweitert.

Die Details für das Antragsverfahren regelt Kapitel 3 der Verfahrensordnung des G-BA. In Zukunft trägt es die Überschrift „Verfahren für Richtlinienbeschlüsse nach § 116b Absatz 4 und 5 SGB V“. Mit der Neufassung des Textes wurden die Bezüge auf die ABK-Richtlinie und die gesetzliche Grundlage des Paragrafen 116b alt SGB V angepasst.

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