AOK führt elektronische Verordnungen in Hessen ein

(05.05.20) AOK-Versicherte in Hessen können sich ab sofort elektronische Verordnungen ausstellen lassen. Dabei werden Patienten per Videosprechstunde zuhause behandelt. Diese Regelung bleibt auch nach dem Ende der Corona-Pandemie bestehen.

Die AOK hat - gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH), dem Hessischen Apothekerverband (HAV), der DAK und dem IT-Unternehmen Optica - eine Anwendung entwickelt, die es hessischen Patienten ermöglicht, sich per Videosprechstunde behandeln zu lassen und ihre Rezepte auf elektronischem Weg zu erhalten.

Zentrale Anlaufstelle ist zunächst der Ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) Hessen, erreichbar unter 116 117. Der ÄBD vermittelt den AOK-Versicherten telefonisch einen Termin für die Videosprechstunde. Die Sprechstunde findet außerhalb der Arzt-Öffnungszeiten statt, zu Beginn mittwochs und freitags von 14 bis 22 Uhr. Abgesehen von einer Service-ausweitung, können in der Regelversorgung auch niedergelassene Arztpraxen diesen Service während der Öffnungszeiten anbieten.

Rezepte können in teilnehmenden Apotheken eingelöst werden

MORE - mein Online Rezept | Logo ohne Schatten

Wenn ein Rezept benötigt wird, stellt es der Arzt digital aus und macht es auf dem neu entwickelten Portal „MORE“ unter mein-onlinerezept.de für den Versicherten zugänglich.

Das Rezept weist der Patient anschließend einer beliebigen, teilnehmenden Apotheke zu, um sein Medikament zu erhalten. Der Service soll zudem auf Heilmittelverordnungen ausgeweitet werden, im ersten Schritt ebenfalls regional begrenzt als Modellvorhaben im Rhein-Main-Gebiet. Einzige Voraussetzung zur Nutzung des Angebots ist für AOK-Kunden die Registrierung unter mein-onlinerezept.de.

Weiterführende Informationen:

Informationen zu elektronischen Verordnungen: www.kvhessen.de/erezept