Sozialmedizinische Nachsorge

Anspruch auf sozialmedizinische Nachsorge haben chronisch kranke oder schwerstkranke Kinder und Jugendliche, die das 14. Lebensjahr, in besonders schwerwiegenden Fällen das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Voraussetzung ist, dass die Leistung wegen der Art, Schwere und Dauer der Erkrankung notwendig ist, um den stationären Aufenthalt zu verkürzen oder die anschließende ambulante Behandlung zu sichern. Die Leistungen umfassen im Einzelnen die Analyse des Versorgungsbedarfs, die Koordinierung der verordneten Leistungen sowie die Anleitung und Motivierung zur Inanspruchnahme der verordneten Leistungen.

Die sozialmedizinische Nachsorge schließt unmittelbar an eine Krankenhausbehandlung oder eine stationäre Rehabilitation an. Sie wird in der Regel von dem behandelnden Arzt im Krankenhaus oder der Rehabilitationseinrichtung verordnet. Bis zu sechs Wochen nach Entlassung aus der stationären Versorgung ist auch eine Verordnung durch den Vertragsarzt möglich.

Bestimmung zu Voraussetzungen, Inhalt und Qualität der sozialmedizinischen Nachsorgemaßnahmen
In der Fassung vom 12.06.17, inklusive Algorithmus (Anlage 1), Verordnungsformular (Anlage 2) sowie Ausfüll- und Handlungsanleitung (Anlage 3)

Die Anforderungen an Leistungserbringer für den Abschluss von Versorgungsverträgen nach §132c SGB V haben die Spitzenverbände der Krankenkassen in Gemeinsamen Empfehlungen festgelegt.

Empfehlungen der Spitzenverbände der Krankenkassen zu den Anforderungen an die Leistungserbringer sozialmedizinischer Nachsorgemaßnahmen
In der Fassung vom 30.06.08