Rehabilitations- und Vorsorgeleistungen im Ausland

Seit 2004 haben Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, ambulante und stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen in anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union (EU) sowie in anderen Vertragsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) in Anspruch zu nehmen. Dabei gilt das Prinzip der Kostenerstattung.

Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen im EU- oder EWR-Ausland müssen Versicherte wie im Inland vor ihrem Beginn beantragen. Dem Antrag muss eine ärztliche Verordnung oder ein Befundbericht beiliegen. Die Krankenkasse entscheidet gegebenenfalls nach vorheriger Einschaltung des MDK. Bewilligt die Kasse die Rehabilitations- oder Vorsorgeleistungen, bestimmt sie nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistungen sowie die Einrichtung nach pflichtgemäßem Ermessen. Eine Kostenerstattung setzt voraus, dass der in Anspruch genommene Leistungserbringer im jeweiligen nationalen System der Krankenversicherung zur Versorgung der Versicherten berechtigt ist. Nach § 140e SGB V können die Krankenkassen Verträge mit ausländischen Leistungserbringern schließen.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen haben gemeinsam mit der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung - Ausland (DVKA) am 19. November 2003 eine gemeinsame Empfehlung zu leistungsrechtlichen Umsetzungsfragen herausgegeben. Ergänzend zu dieser gemeinsamen Empfehlung haben die Spitzenverbände der Krankenkassen die relevanten Aussagen für die Erbringung von Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen im Ausland als Praxishilfe zusammengestellt.

Gemeinsame Empfehlung
Gemeinsame Empfehlung der Spitzenverbände der Krankenkassen zu Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen im Ausland
Stand: 17.02.05

Anlage 1
Anlage 1 zur Gemeinsamen Empfehlung
Stand: 04.09.07

Ambulante Vorsorgeleistungen in Staaten der EU, Vertragsstaaten des Abkommens über den EWR und der Schweiz
Stand: 30.09.16