AOK Bayern entlastet pflegende Angehörige

(20.02.19) Wer seine Angehörigen pflegt, ist oftmals körperlich als auch seelisch überfordert. Ohne Hilfe von außen stoßen Pflegende so leicht an ihre Grenzen. Deshalb unterstützt die AOK Bayern jetzt gezielt pflegende Angehörige mit einer Pflegeberatung und telefonischen Begleitung im Rahmen der Studie BerTA (Beratung und telefonische Unterstützung für pflegende Angehörige). Zudem bekommen alle Teilnehmer regelmäßig Informationen zu wichtigen Pflegethemen. „Wir möchten Pflegende damit gesundheitlich stärken und die Betreuung der Angehörigen längerfristig in den eigenen vier Wänden ermöglichen“, so Dr. Marianna Hanke-Ebersoll, Pflegeexpertin der AOK Bayern.

Geschulte AOK-Mitarbeiter bieten mit BerTA eine erweiterte Pflegeberatung, die die Bedürfnisse und das Wohlbefinden der pflegenden Angehörigen in den Mittelpunkt stellt. So können auch schwierige Pflegesituationen besprochen und Lösungswege gesucht werden. Damit lassen sich Überlastungen und krankheitsbedingte Ausfälle verringern. Eine solche Entlastung kann eine schwere depressive Symptomatik um rund sechs Prozent verbessern, wie eine Vorgängerstudie zeigt. Wer zusätzliche Hilfe zur Pflegeberatung benötigt, kann sechs Monate lang telefonisch psychotherapeutische Unterstützung erhalten.

Das Programm konnte jetzt auf insgesamt elf AOK-Direktionen ausgedehnt werden. Es ist für Versicherte der AOK Bayern kostenfrei. Eine Teilnahme ist noch bis 2020 möglich. Ein Studienbericht liegt voraussichtlich Ende 2021 vor.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Studie mit knapp 2,4 Millionen Euro. Kooperationspartner der AOK Bayern sind die Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung in Stuttgart, die Universitäten Jena, Ulm und Hohenheim, die Hochschule Esslingen sowie die AOK Baden-Württemberg.

(Pressemitteilung der AOK Bayern vom 12.02.19)

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