Landesbasisfallwerte

Der Landesbasisfallwert ist ein landesweit einheitlicher Preis für Klinikleistungen. Er wird jedes Jahr von den Landesverbänden der Krankenkassen und den Landeskrankenhausgesellschaften verhandelt.

Die Erlöse der somatischen Krankenhäuser steigen 2018 auf um 3,9 Prozent auf 73,4 Milliarden Euro. Das zeigen Berechnungen des AOK-Bundesverbandes auf der Basis der Preise für Klinikleistungen (Landesbasisfallwerte). Am stärksten legen mit einem Plus von 5,75 Prozent des vereinbarten Gesamterlösvolumens die Kliniken in Rheinland-Pfalz zu, den geringsten Anstieg verzeichnen die Krankenhäuser in Bayern mit 2,54 Prozent Zuwachs. 

Die Preise in den einzelnen Ländern entwickelten sich gegenüber dem Jahr davor relativ homogen. Alle Landesbasisfallwerte stiegen um Werte zwischen 2,35 Prozent (Bremen) und 2,9 Prozent (Sachsen und Thüringen). Deutlichere Unterschiede gibt es beim Casemix-Volumen, das in Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern stabil blieb (0,0 Prozent) und in mehreren Ländern nur geringfügig anstieg (Thüringen: 0,12 Prozent; Saarland: 0,18 Prozent; Bremen: 0,22 Prozent; Hamburg: 0,25 Prozent). Am deutlichsten legte auch hierbei mit 3,23 Prozent das Bundesland Rheinland-Pfalz zu. 

Übersicht der Landesbasisfallwerte (PDF)
Stand: 10.09.18

  • Landesbasisfallwerte der Vorjahre

    Die Landesbasisfallwerte 2006 bis 2017 sind im Archiv zu finden.

Hintergrund: Was sind Landesbasisfallwerte?

Seit 2010 gelten in einem Bundesland einheitliche Preise für stationäre Leistungen, die sogenannten Landesbasisfallwerte (LBFW). Die Höhe des LBFW verhandeln die Landesverbände der Krankenkassen und die Landeskrankenhausgesellschaften jedes Jahr auf Grundlage des jeweiligen Bundesbasisfallwertes.