Hilfsmittel

Verordnungen und Anträge im Rahmen des Entlassmanagements

Hilfsmittel sind Gegenstände, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg einer Krankenbehandlung oder eines Rehabilitationsaufenthalts zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen. Zu ihnen zählen:

  • Orthopädische Hilfsmittel (zum Beispiel orthopädische Schuhe)
  • Andere Hilfsmittel (zum Beispiel Inkontinenz- und Stoma-Artikel)
  • Körperersatzstücke (zum Beispiel Prothesen)
  • Seh- und Hörhilfen (zum Beispiel Brillen, Hörgeräte)

 

Besonderheiten im Rahmen des Entlassmanagements:

  • Unter Geltung der grundsätzlichen Sieben-Tage-Regel ist die Verordnungsmenge gemäß der Hilfsmittel-Richtlinie so zu bemessen, dass ein Versorgungszeitraum von bis zu sieben Kalendertagen nach der Entlassung nicht überschritten wird. Dabei ist zwischen zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln und solchen, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind, zu unterscheiden.
  • Zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel, zum Beispiel Inkontinenzartikel, können für den Bedarf von bis zu sieben Tagen am Entlasstag verordnet werden.
  • Nicht zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel, deren Erforderlichkeit für länger als sieben Kalendertage besteht, wie zum Beispiel bei einem Rollstuhl, sind keiner zeitlichen Begrenzung der Verordnungsdauer unterworfen.
  • Beschränkt sich der Versorgungsbedarf auf eine geringere Zeitspanne als sieben Tage, dürfen Hilfsmittel auch nur für den entsprechend kürzeren Zeitraum verordnet werden.
  • Der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) stellt ein Hilfsmittelverzeichnis zur Verfügung, in dem Hilfsmittel aufgeführt sind, die grundsätzlich von der Leistungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung umfasst sind.
  • Von einer unmittelbaren Erforderlichkeit eines Hilfsmittels für die Versorgung nach einer Entlassung aus dem Krankenhaus / der Rehabilitation ist in der Regel nicht auszugehen bei Hilfsmitteln, die einer individuellen Anfertigung und einer ärztlichen Nachkontrolle nach der Entlassung bedürfen und zur dauerhaften Versorgung vorgesehen sind. Die Verordnung von Sehhilfen (Muster 8) und Hörhilfen (Muster 15) ist in der Regel nicht unmittelbar durch das Krankenhaus / die Rehabilitationseinrichtung erforderlich.
  • Verträge und Preisvereinbarungen sind im Gesundheitspartnerportal der AOK einsehbar.

 

Muster und Ausfüllanleitung

Entlassmanagement Muster 16  Hilfsmittel Bild 286

Arzneiverordnungsblatt (Muster 16)

Ausfüllhinweise zu Arznei- und Hilfsmittelverordnungen im Entlassmanagement (Muster 16)

Auf dem Arzneiverordnungsblatt können

  • bis zu drei verschiedene Arznei- und Verbandmittel sowie
  • Hilfsmittel mit Ausnahme von Seh- und Hörhilfen verordnet werden.

 

Weiterführende Informationen

→ § 33 SGB V

→ § 34 SGB V

→ Hilfsmittel-Richtlinie
→ Hilfsmittelverzeichnis
→ Abgrenzungskatalog der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Hilfsmittelversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) in der Beschlussfassung des Gremiums nach § 213 SGB V
 

→ Verträge und Preisvereinbarungen

→ Weitere Informationen zum Thema Hörhilfen

→ Weitere Informationen zum Thema Sehhilfen

 

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