Vergütung

Seit dem 1. Juli 2014 gibt es ein neues Kapitel 50 im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Dieses Kapitel soll künftig alle Leistungen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) enthalten, die bei der jeweiligen indikationsspezifischen Konkretisierung der ASV-Richtlinie noch nicht im EBM abgebildet und in den entsprechenden Appendices im Abschnitt 2 erfasst sind.

Für die ASV-Indikation der Tuberkulose sind inzwischen die Farbsinnprüfung sowie molekularbiologische Schnellresistenztestverfahren aus dem entsprechenden Appendix-Abschnitt 2 mit ihren bundeseinheitlichen Punktzahlbewertungen in das EBM-Kapitel 50 aufgenommen worden. Bei der Vergütung der ASV-Leistungen, die im EBM aufgeführt sind, ist auf die dort angegebene bundeseinheitliche Punktzahlbewertung der im ASV-Leistungsquartal jeweils gültige vereinbarte regionale Punktwert anzuwenden (§ 87a Abs. 2 Satz 1 SGB V).

ASV-Leistungen der Appendix-Abschnitte 2, die noch nicht im EBM stehen, können nach einem Beschluss des ergänzten erweiterten Bewertungsausschusses, eines Schiedsgremiums, seit Juli 2014 nach der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet werden. Ausgenommen von der Regelung sind ASV-Leistungen zu den gastrointestinalen Tumoren, sofern sie die Leistungen der Onkologievereinbarung (Anlage 7 des Bundesmantelvertrags) zugeordnet werden können. Sie werden bis zu ihrer Aufnahme in den EBM nach den regionalen Kostenpauschalen des Anhangs 2 der Onkologievereinbarung vergütet. Dies schließt die palliativmedizinische Versorgung mit ein. Im Hinblick auf sächliche, personelle und organisatorische Anforderungen an ASV-(Abrechnungs-)Berechtigte gelten die Zulassungsvoraussetzungen des Gemeinsamen Bundesausschusses.