Impfquoten bei Schulanfängern weiterhin niedrig

(21.05.19) Sieben Prozent der Schulanfänger in Deutschland sind nicht ausreichend gegen Masern geimpft. Das geht aus einer neuen Auswertung des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach haben zwar 97,1 Prozent der Schulanfänger 2017 die erste Impfung gegen Masern bekommen, jedoch blieb die entscheidende Folgeimpfung bei einigen Schülern aus. Nur knapp 93 Prozent der Kinder wurden auch das zweite Mal gegen die Viruserkrankung geimpft. Laut RKI müssen aber 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern geimpft sein, damit die Krankheit ausgerottet werden kann. Doch diese Quote erreicht bei den Schulanfängern nur Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Der niedrigste Wert liegt in Baden-Württemberg bei gerade mal 89,1 Prozent. So zeigen die Auswertungen, dass die gewünschte Impfquote bundesweit nicht erreicht wird.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betont: „Trotz aller Aufklärungskampagnen sind die Impfquoten in den vergangenen Jahren nicht entscheidend gestiegen. Deshalb muss die Masern-Impfung in Kindergärten und Schule verpflichtend werden.“ Des weiteren seien gemeinsame Anstrengungen der am Impfsystem beteiligten Akteure notwendig, um hohe Impfquoten zu erreichen und zu halten. Das Robert-Koch-Institut hat zur „Elimination der Masern- und Röteln in Deutschland“ eine nationale Konferenz veranstaltet.

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