Schutzschirm für Zahnarztpraxen kommt

(05.05.20) Das Bundesgesundheitsministerium spannt für Zahnärzte, Therapeuten und bestimmte Reha-Einrichtungen einen Schutzschirm auf. Die sogenannte „COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung“ ist am 5. Mai in Kraft getreten. Hintergrund für die Unterstützung sind Einnahmeausfälle wegen der derzeitigen Corona-Pandemie für diese Berufsgruppen.

Für Zahnärzte sieht die Verordnung vor, dass sie im laufenden 90 Prozent der Vergütung des vergangenen Jahres erhalten. Diese Unterstützung müssen sie jedoch komplett zurückerstatten. Früheren Medienberichten zufolge war erst geplant, dass die Zahnmediziner am Ende des Jahres 30 Prozent des zu viel gezahlten Gelds als Hilfe hätten behalten dürfen.

Die Covid-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung im Detail

Konkret sieht die "Covid-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung" vor, dass die Zahlungen, die die Krankenkassen für die zahnärztliche Versorgung ihrer Versicherten leisten, „in angemessener Höhe fortgeführt“ werden.

Um die infolge der Covid-19-Epidemie stattfindenden Umsatzrückgänge in den Zahnarztpraxen zu begrenzen und zu erwartende Liquiditätsengpässe zu überbrücken, werden die für 2020 zu leistenden Gesamtvergütungen auf 90 Prozent der im Jahr 2019 erfolgten Zahlungen festgeschrieben. In Anspruch genommene Einzelleistungen werden weiterhin mit den für 2020 vereinbarten Punktwerten vergütet.

Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass im vertragszahnärztlichen Bereich die Inanspruchnahme von Leistungen während der Covid-19-Epidemie vielfach nur aufgeschoben wird. Im Anschluss an die Covid-19-Epidemie werden laut Bundesgesundheitsministerium "Nachholeffekte" insbesondere die Nachfrage nach Zahnersatz antreiben. Vor diesem Hintergrund müssen die von den Krankenkassen im Jahr 2020 geleisteten Überzahlungen von den Kassenzahnärztlichen Vereinigungen in den Folgejahren 2021 und 2022 vollständig wieder ausgeglichen werden

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