Sachverständigenrat würdigt QISA-Indikatoren

(21.06.12) In seinem aktuellen Sondergutachten 2012 würdigt der Sachverständigenrat zur Begutachtung des Gesundheitswesens die QISA-Indikatoren der AOK und des AQUA-Institutes. Das Indikatoren-Set könne die Basis für externe Qualitätsvergleiche zwischen Arztnetzen bilden, heißt es im Gutachten der Gesundheitsweisen.

Der Sachverständigenrat weist im Kapitel 5 seines Gutachtens unter dem Titel "Wettbewerb an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Gesundheitsversorgung" auf das QISA-Set hin: "Das bundesweit erste ,Qualitätsindikatorensystem für die ambulante Versorgung, QISA’ stellt für inzwischen zehn häufige chronische Erkrankungen bzw. Versorgungsaufgaben Indikatorensets zur Verfügung, die sich insbesondere für den Einsatz in regionalen Praxisnetzen eignen", heißt es dort. "Dieses Indikatoren-Set ist für die interne Evaluation entwickelt worden, könnte aber zukünftig auch die Basis für externe Qualitätsvergleiche zwischen Ärztenetzen bilden. Denn umfassende Indikatorensysteme, die sektorenübergreifend und populationsbezogen ausgelegt sind, fehlen bislang in Deutschland noch."

Die Ergebnisqualität in Form des Gesundheitszustandes des Patienten sei eine Gemeinschaftsleistung verschiedenster Beteiligter, betonen die Sachverständigen in ihrem Gutachten. "Populationsbezogene Indikatoren können diese gemeinsame Verantwortung widerspiegeln und einen Qualitätsvergleich zwischen den Regionen ermöglichen. Das Konzept einer gemeinsamen Qualitätsverantwortung, wie sie für Krankenhausärzte innerhalb eines Hauses gilt, würde damit auf den ambulanten Bereich ausgeweitet." Populationsbezogene Qualitätsindikatoren für den ambulanten Bereich sollten einen besonderen Schwerpunkt auf die Versorgung chronischer Erkrankungen legen.