Maßnahmenpaket für Pflegeeinrichtungen beschlossen

(30.03.20) Die Pflegekassen haben umfassende finanzielle Unterstützung für Heime und Pflegedienste zugesagt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Gernot Kiefer, sagte der Deutschen Presse-Agentur, man habe einen Pflege-Rettungsschirm aufgespannt. Mehrkosten für Schutzausrüstung oder Personal würden voll von der Pflegeversicherung übernommen. Dies solle den 11.700 Heimen und mehr als 15.000 Pflegediensten konkret helfen, um die rund vier Millionen Pflegebedürftigen weiterhin versorgen zu können.

Zur Begründung erläuterte Kiefer, die Bewohner in den Pflegeheimen und die ambulant betreuten Pflegebedürftigen seien besonders gefährdet, und Pflegekräfte könnten nicht auf körperliche Distanz gehen.

Um Pflegeheime zu entlasten, sind bereits einige Sonderregeln in Kraft getreten. So ist der Pflege-TÜV, bei dem die Qualität von Einrichtungen geprüft wird, bis Ende September ausgesetzt. Vorerst entfallen auch Personalvorgaben, damit Heime den Betrieb aufrechterhalten können, wenn weniger Fachkräfte als vorgesehen kommen können - ohne Vergütungskürzung für die Einrichtungen.

Quelle: dpa

Zur Statement des stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes Gernot Kiefer

Weitere Sofortmaßnahmen für die Entlastung der Pflegekräfte