Spitzenverband zieht positive Bilanz für neue Wohnformen

(16.10.18) Neue Wohnformen für pflegebedürftige Menschen können eine Alternative zur bislang regulären stationären und ambulanten Versorgung bieten. Sie berücksichtigen die Bedürfnisse dieser Menschen gezielter. Das hat der GKV-Spitzenverband jetzt in seiner Abschlussbilanz bekannt gegeben.

Im Rahmen des Modellprogramms "Weiterentwicklung neuer Wohnformen für pflegebedürftige Menschen" haben die Prognos AG und das Kuratorium Deutsche Altershilfe im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes 53 Wohnprojekten untersucht und wissenschaftlich ausgewertet.

Ein Beispiel für eine gelungene Wohnform in einer ländlichen Region sei etwa eine Ortsgemeinde, die als Genossenschaft Räumlichkeiten für betreutes Wohnen und eine Pflegewohngruppe baue. Die Genossenschaft ist zugleich Träger der Einrichtung und verantwortlich für die Vermietung und professionelle Versorgung der Pflegebedürftigen etwa durch Pflegedienste. "Die Ortsgemeinde versteht sich als sorgende Gemeinschaft, die auf wechselseitiger Hilfsbereitschaft beruht, sie setzt den Wunsch ihrer Pflegebedürftigen um und ermöglicht diesen den Verbleib im Ort. Damit ist neben der sicheren Versorgung die soziale Teilhabe der Pflegebedürftigen gewährleistet", berichten die Autoren des Abschlussberichtes.

Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen stärken

"Die neuen Wohnformen sind nutzerorientiert, stärken die Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen und praktizieren das Zusammenwirken vieler Akteure in geteilter Verantwortung", schreibt der GKV-Spitzenverband.

Insgesamt schätzten die pflegebedürftigen Menschen die Vielfalt der neuen Wohnformen und hoben besonders die hohe Versorgungssicherheit, die individuellen Leistungsangebote und die Möglichkeiten hervor, am sozialen Leben weiterhin teilzunehmen.

Das Bundesgesundheitsministerium hat das Programm mit zehn Millionen Euro gefördert.

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