Qualitätsberichte der Krankenhäuser

Fürs Jahr 2015 sind 233 Indikatoren veröffentlichungspflichtig

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat die Inhalte der Qualitätsberichte für das Jahr 2015 festgelegt. Gegenüber dem Vorjahr kommen 30 neue Indikatoren hinzu, 76 Indikatoren entfallen. Die Änderungen gegenüber dem Vorjahr betreffen unter anderem Kaiserschnittgeburten sowie die kathetergestützte Untersuchung und Behandlung von Herzkranzgefäßen. Herausgenommen wurden Indikatoren der Leistungsbereiche Hüft- und Knie-Totalendoprothesen. Für das Erfassungsjahr 2015 sind damit die Ergebnisse zu insgesamt 233 Indikatoren veröffentlichungspflichtig.

Krankenhäuser dokumentieren ihre Behandlungsqualität zurzeit in 30 verschiedenen Leistungsbereichen anhand von 351 Indikatoren. Welche davon im jährlichen strukturierten Qualitätsbericht einer Klinik veröffentlicht werden, entscheidet der GBA. 2016 bezieht sich das Gremium bei seiner Auswahl erstmals auf einen entsprechenden Bericht des Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG)

Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser - Qb-R

  • Liste der meldepflichtigen Häuser

    Der GBA wird künftig jährlich eine Liste aller berichtspflichtigen Krankenhäuser veröffentlichen. Mit dieser „Positivliste“ informiert der GBA die Krankenhäuser ab dem Berichtsjahr 2015 über ihre standortbezogenen Lieferpflichten.
  • Nachliefern von Berichten

    Kliniken, die ihre Berichte nicht fristgemäß liefern, können unter bestimmten Umständen nachträglich korrigieren. Der GBA hat dafür mehrere Möglichkeiten zur Nachlieferung, zum nachträglichen Ersatz einzelner Berichtsteile sowie zur Nachbesserung von Berichtsteilen mit technisch begründeten Fehlern geschaffen. Diese Korrekturen dürfen die Kliniken auch nach dem Abschluss der regulären Datenannahme vornehmen. Näheres regelt der entsprechende GBA-Beschluss.

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