Endoprothesenregister

Das Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) sammelt alle relevanten Daten zur Endoprothetik von Hüft- und Kniegelenken in Deutschland. Ziel ist es, mit Hilfe des Registers Probleme bei künstlichen Gelenken zu identifizieren und dadurch Patienten mehr Sicherheit und besserer Qualität zu bieten.

Im EPRD sollen endoprothetische Verfahren in Deutschland registriert und über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Dafür werden Abrechnungsdaten der Krankenkassen (derzeit: AOK und Ersatzkassen) sowie Daten aus der gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherung der Kliniken über den Einbau von künstlichen Knie- und Hüftgelenken in pseudonymisierter Form zusammengetragen und unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewertet. Die Initiatoren des Registers versprechen sich davon, mehr über die Gründe für eine Wechseloperation zu erfahren, etwa ob es zu Komplikationen beim Einbau gekommen war oder ein vorzeitiger Verschleiß des Implantats die Ursache ist. Zudem ist eine von der Industrie neu geschaffene Implantat-Datenbank eingebunden, in der auf dem deutschen Markt verwendete Endoprothesen verzeichnet sind.

Ähnliche Register werden in anderen europäischen Ländern bereits erfolgreich geführt. So haben Erfahrungen in Schweden gezeigt, dass ein wissenschaftlich begleitetes Endoprothesenregister die Rate an Wechseloperationen signifikant senken kann.

Der Aufbau des Registers geht auf die Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) zurück. Träger des EPRD ist die EPRD gGmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der DGOOC. Das Register wurde bewusst an die wissenschaftliche Fachgesellschaft angebunden, um die Neutralität und Unabhängigkeit der EPRD gGmbH zu gewährleisten. Unterstützt wird das EPRDD vom AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen (Vdek),  dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und dem Institut für Qualität und Patientensicherheit (BQS-Institut).

Krankenhäuser können auf freiwilliger Basis an diesem Instrument der Qualitätssicherung teilnehmen.

Mit Sicherheit mehr Qualität
Warum sich das Endoprothesenregister Deutschland für Kliniken lohnt - Informationen für Entscheider

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