Covid-19-Pandemie: Kliniken müssen Intensivbetten melden



(24.04.20) Krankenhäuser müssen ihre intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten jetzt täglich an ein zentrales Register übermitteln. Damit wird erstmals bundesweit transparent, an welchen Kliniken Intensivbetten und Beatmungsplätze verfügbar sind –und in welcher Anzahl. Die tägliche Meldung ist für alle Krankenhäuser mit entsprechenden Abteilungen seit dem 16. April verpflichtend. Das hat die Bunderegierung mit der Verordnung zur Aufrechterhaltung und Sicherung intensivmedizinischer Krankenhauskapazitäten festgelegt.

Plattform soll datenbasierte Steuerung möglich machen

Das DIVI IntensivRegister wird von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI e.V.) gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) geführt. Erfasst werden freie Betten auf Intensivstationen, differenziert nach Versorgungslevel, also

  • Betten mit nicht-invasiver Beatmungsmöglichkeit (ICU low care)
  • Betten mit invasiver Beatmungsmöglichkeit (ICU high care)
  • Betten mit zusätzlicher extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO)

Ebenso müssen die Kliniken die Anzahl intensivmedizinisch behandelter, beatmeter und entlassener COVID-19-Patiententen übermitteln. So die Online-Plattform die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Maßnahmen zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie bundesweit und regional datenbasiert gesteuert werden können.

Die Bundesländer sollen das Einhalten der Meldepflicht prüfen und können Verstöße sanktionieren. Unvollständige oder verspätete Meldungen sollen jeweils zu einer zehnprozentigen Kürzung der Tagespauschale führen. Die Verordnung gilt zunächst befristet bis zum 31. März 2021.

Mehr Informationen:
DIVI: DIVI-Intensivregister
Bundesanzeiger: Verordnung zur Aufrechterhaltung und Sicherung intensivmedizinischer Krankenhauskapazitäten