COVID-19-Pandemie: Erleichterungen für Kliniken bei der Abrechnungsprüfung

(06.04.20) Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie hat der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Übergangsregelungen für die Rechnungsprüfung vereinbart. So können bis zum Jahresende pro Quartal nur noch maximal fünf Prozent der Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlungen geprüft werden. Die Prüfquote für das Jahr 2020 hätte regulär bei 12,5 Prozent der jeweils im Quartal eingegangenen Schlussrechnungen gelegen. Außerdem haben die Vertragspartner die Frist zur Übermittlung der Unterlagen auf 28 Wochen verlängert (Stichtag: 28. Februar 2020). Die ergänzende Vereinbarung zur Übergangsvereinbarung zur Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfVV) tritt rückwirkend zum 1. April in Kraft. Sie gilt für Abrechnungsprüfungen, die bis zum 31. Dezember 2020 eingeleitet werden.

Neuregelungen zur Strukturprüfung verschieben sich

Darüber hinaus wurde das Inkrafttreten der Neureglungen zu Strukturprüfungen im Vorfeld der Leistungserbringung verschoben. Die entsprechende Richtlinie des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) soll nun erst zum 28. Februar 2021 erlassen werden – statt wie bisher geplant zum 30. April 2020. Damit verschieben sich die daraus folgenden Fristen um ein Jahr: Die Bescheinigung des Medizinischen Dienstes über die Einhaltung von Strukturmerkmalen für das Jahr 2022 muss spätestens am 31. Dezember 2021 bei den Krankenkassen vorliegen. Klinken, die die fraglichen strukturellen Voraussetzungen nicht erfüllen, dürfen entsprechende Leistungen erst ab 2022 nicht mehr vereinbaren. Bisher war vorgesehen, dass die Regelungen schon für das Jahr 2021 greifen.

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