Das gilt ab 1. Januar 2019 im Krankenhaus

(27.12.18) Der Jahreswechsel hält im Krankenhaus-Bereich zahlreiche Neuregelungen in 2019 bereit. Hier die wichtigsten im Überblick:

DIMDI: Klare Vorgaben zur Kodierung des akuten Schlaganfalls
Das Deutsche Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat zum OPS 2019 einige Anforderungen an die Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung und die neurologische Komplexbehandlung des akuten Schlaganfalls klargestellt.

Datengestützte Qualitätssicherung über Sektorengrenzen hinweg
Die Erstfassung der Richtlinie zur datengestützten einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (DeQS-RL) tritt in Kraft. Damit können nun Datensätze eines Patienten aus unterschiedlichen Behandlungsorten und -sektoren mit den Abrechnungsdaten der Krankenkassen pseudonymisiert zusammengeführt und ausgewertet werden.

Gestufte Notfallversorgung: Zu- und Abschläge stehen fest
Die Vertreter der Kliniken und der Krankenkassen auf Bundesebene haben sich auf gestaffelte Zuschläge für die Teilnahme der Krankenhäuser an der Notfallversorgung geeinigt. Die Finanzierung sieht nun drei jährliche Pauschalen vor, deren Höhe von den vorgehaltenen Strukturen am Standort abhängt.

Gesundheitsforschung: Bund will personalisierte Medizin und Digitalisierung fördern
Die Bundesregierung will in den kommenden zehn Jahren Forschungsprojekte im Bereich der Prävention fördern, neue Ansätze bei personalisierter Medizin oder digitalen Innovationen unterstützen und Forschungsstandorte wie Universitätskliniken strukturell stärken. Das hat das Kabinett Ende November mit dem neuen „Rahmenprogramm Gesundheitsforschung“ beschlossen.

Neuauflage für den Krankenhaus-Strukturfonds
Der Krankenhaus-Strukturfonds wird ab 2019 für vier Jahre fortgesetzt. Das hat der Deutsche Bundestag mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) beschlossen. Künftig können auch Projekte zur Verbesserung der Versorgung gefördert werden, IT- beziehungsweise Telemedizin-Projekte und Investitionen in die Ausbildung von Pflegepersonal.

Pauschalen für Organtransplantationen sinken - zunächst
Die Pauschalen zur Vergütung von Organtransplantationen stehen fest. Je transplantiertes Organ erhalten die Entnahmekrankenhäuser im kommenden Jahr 18.903 Euro, mit Flugtransport erhöht sich der Betrag auf 28.029 Euro. Das haben die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKGG) und die Bundesärztekammer mit den Spitzenverbänden der Krankenkassen vereinbart.

DRG-Systemzuschlag 2019: Die Kalkulation der Fallpauschalen wird teurer
Der DRG-Systemzuschlag steigt 2019 von 1,31 auf 1,59 Euro. Dabei ist insbesondere der Anteil für die Kalkulation der Fallpauschalen gestiegen. Neue Aufgaben des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) im Zusammenhang mit Personaluntergrenzen werden hingegen aus Steuermitteln finanziert.