Krankenhausplanung: Sachsen weist 23 Zentren aus

(25.09.18) Der Freistaat Sachsen baut seine Klinikkapazitäten aus. Für die somatischen Kliniken des Landes sind im neuen Krankenhausplan 183 weitere Planbetten vorgesehen, im psychischen Bereich zusätzlich 218. Das gab die sächsische Landesregierung bekannt. Insgesamt verfügt Sachsen über 78 Krankenhäuser mit nun 25.547 Betten. Zur besseren Versorgung älterer Menschen werden landesweit zehn weitere Akutgeriatrien eingerichtet. Versorgungslücken habe es insbesondere in Chemnitz und in mehreren Landkreisen gegeben, so Gesundheitsministerin Barbara Klepsch. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Behandlung stark übergewichtiger Patienten. Zu den bereits vorhandenen vier Adipositaseinrichtungen kommen zwei weitere Standorte hinzu. 

Erstmals musste das Land Zentren verschiedener Fachrichtungen ausweisen, in denen Kliniken Leistungen erbringen, die über ihren Versorgungsauftrag hinausgehen und für die sie Zuschläge erhalten können. 23 solcher Einrichtungen hat der Freistaat Sachsen benannt.

Der Krankenhausplan bildet die Grundlage der Investitionsförderung der Kliniken und berechtigt die Häuser, ihre Leistungen mit den Krankenkassen abzurechnen. Der neue Krankenhausplan trat am 1. September in Kraft. Er wird in der Regel alle drei Jahre fortgeschrieben. Die Ausweisung von Zentren durch die Bundesländer wurde mit dem Krankenhausstrukturgesetz eingeführt.

Zur Pressemitteilung des sächsichen Ministeriums für Familie, Soziales und Gesundheit