Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB)

Für Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) können die Vertragsparteien auf Landesebene eine gesonderte, zeitlich befristete Vergütung vereinbaren.

NUB-Anfragen für das Jahr 2019

Das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) hat die aktuelle Aufstellung der NUB-Anfragen für 2019 veröffentlicht. Von den 709 angefragten Untersuchungs- beziehungsweise Behandlungsmethoden erfüllen 180 die Kriterien der NUB-Vereinbarung (Status 1). Für diese Verfahren können die Kliniken im laufenden Jahr auf Landesebene krankenhausindividuelle Entgelte vereinbaren. 466 Methoden beziehungsweise Leistungen hielten der Zulassungsprüfung durch das InEK nicht stand, weil sie die Kriterien der Vereinbarung nicht erfüllen (Status 2). 29 Verfahren erhielten einen differenzierten Status (1 oder 2 mit Anmerkung). Die unzureichende Darstellung des Verfahrens führte bei 28 Leistungen beziehungsweise Methoden zur Vergabe des Status 4; diese Anträge werden nicht weiter bearbeitet. Alle Anfragen wurden fristgerecht bewertet, der Status 3 wurde also nicht vergeben. Insgesamt gingen für das laufende Jahr 60.185 NUB-Anträge beim InEK ein.

Aufstellung aller NUB-Anfragen für 2019
Quelle: InEK, Stand: 31.01.19

Die Gültigkeit der für 2018 vereinbarten Entgelte zu neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden ist zum Jahresende ausgelaufen. Für die neuen Verfahren aus 2018, die nicht in den DRG-Katalog eingeflossen sind (als Teil einer DRG oder als bepreistes (Anlage 2/5) oder unbepreistes Zusatzentgelt (Anlage 4/6), gilt: Wenn Krankenhäuser diese Leistungen wieder erbringen wollen, müssen sie dafür eine eigene Anfrage beim InEK beantragen.

Zum Datenportal des InEK
 

 

Hintergrund

Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB) finden Eingang in das DRG-System über die Änderungen der Klassifikation. Da NUB mit Fallpauschalen und Zusatzentgelten noch nicht sachgerecht vergütet werden können, hat der Gesetzgeber den Vertragsparteien auf Landesebene die Möglichkeit gegeben, eine gesonderte, zeitlich befristete Vergütung von NUB zu vereinbaren. Diese vereinbarten Entgelte besitzen eine Gültigkeitsdauer von einem Jahr und gelten jeweils nur für das beantragende Krankenhaus. Krankenhäuser müssen die NUB jährlich bis zum 31. Oktober beantragen.

Das InEK prüft anschließend, ob die in den Anträgen ausgewiesenen Leistungen sachgerecht abgerechnet werden können. Nach der Prüfung vergibt das InEK folgende Status:

  1. Angefragte Methoden/Leistungen erfüllen die Kriterien der NUB-Vereinbarung der Vertragsparteien.
  2. Angefragte Methoden/Leistungen erfüllen nicht die Kriterien der NUB-Vereinbarung der Vertragsparteien.
  3. Angefragte Methoden/Leistungen konnten innerhalb der festgesetzten Frist nicht vollständig bearbeitet werden. Daher liegen für sie keine Informationen nach § 6 Absatz 2 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) vor.
  4. Die mit der Anfrage gemäß § 6 Absatz 2 KHEntgG übermittelten Informationen haben die Kriterien der NUB-Vereinbarung zur Bewertung der angefragten Methode/Leistung im Sinne des Verfahrens nicht ausreichend dargestellt.

Das InEK übermittelt die Ergebnisse der NUB-Prüfung bis zum 31. Januar eines jeden Jahres an die anfragenden Krankenhäuser.
 

Vereinbarung - Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden
Stand: 17.12.04