Ambulante Behandlungen

Seit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) von 2007 kann ein Krankenhaus auf Antrag im Rahmen der Landesplanung zur ambulanten Behandlung zugelassen werden (§ 116b SGB V). Mit dem Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflegeweiterentwicklungsgesetz) hat der Gesetzgeber die ambulante Behandlung im Krankenhaus um den Absatz 6 erweitert. So kann ein Krankenhaus folgende Leistungen ver- oder anordnen, soweit diese zur Erfüllung des Behandlungsauftrags im Rahmen der Zulassung notwendig sind:

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation,
  • Hilfeleistung anderer Personen,
  • Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, Krankentransporte sowie Krankenhausbehandlung oder Behandlung in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
  • häusliche Krankenpflege
  • Soziotherapie (§ 73 Abs. 2, Nr. 5 bis 8 sowie Nr. 12).

Die Leistungen, die ein Krankenhaus im Rahmen der ambulanten Behandlung erbringen darf, sind im Katalog nach § 116b SGB V gelistet. Die Umsetzung wird in der entsprechenden Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses beschrieben.

Krankenhäuser, die eine Genehmigung zur Erbringung bestimmter ambulanter Leistungen erhalten haben, müssen eine Mitteilung an die Krankenkassen senden. Dazu haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Spitzenverbände der Krankenkassen ein Meldeformular entwickelt.