Entlassmanagement Rehabilitation

Leistungen im Entlassmanagement Rehabilitation

 

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Grundlagen des Entlassmanagements

Stationäre Rehabilitationseinrichtungen müssen ab 1. August 2019 Patienten, die sie stationär behandeln, ein standardisiertes Entlassmanagement anbieten. Für die Notwendigkeit ist der individuelle Bedarf des Patienten entscheidend.

Der zum 1. Februar 2019 in Kraft getretene Rahmenvertrag Entlassmanagement-Reha gilt ausschließlich für Rehabilitanden der gesetzlichen Krankenversicherung und nur für den Bereich der stationären Rehabilitation. Die Rehabilitanden der Deutschen Rentenversicherung und die Rehabilitanden in ambulanten Einrichtungen bleiben von dieser Regelung unberührt.

Im Rahmen des Entlassmanagement stimmen die behandelnden Ärzte in der Rehabilitationseinrichtung die erforderliche medizinische und pflegerische Versorgung ab und erstellen einen Versorgungsplan. Notwendige Maßnahmen werden bereits während der stationären Rehabilitation eingeleitet. Die Krankenkassen beziehungsweise Pflegekassen sind zur Unterstützung verpflichtet, wenn die Rehabilitationseinrichtungen auf sie zukommen. Ziel ist eine lückenlose Versorgung der Patienten und die strukturierte, sichere Überleitung in den ambulanten Sektor einschließlich der erforderlichen Informationen.

Aus Gründen des Datenschutzes ist eine Einwilligungserklärung des Patienten erforderlich.

Zentrale Punkte des Entlassmanagements in Rehabilitationseinrichtungen

Wenn die entsprechende medizinische und/oder pflegerische Notwendigkeit vorliegt, beinhaltet das Entlassmanagement in Rehabilitationseinrichtungen:

Das Ausstellen eines Versorgungsplanes zur Koordinierung der Leistungen.
Die Berechtigung zur Verordnung von Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln, häuslicher Krankenpflege und Soziotherapie für maximal sieben Tage. Bei Arzneimitteln kann die Packung mit dem kleinsten Packungskennzeichen N1 verordnet werden.
Berechtigung über die Feststellung und Bescheinigung von Arbeitsunfähigkeiten für maximal sieben Tage nach Entlassung.
Vereinbarung von Terminen mit Leistungserbringern, welche im Anschluss an die Rehabilitation die unmittelbar weitere Versorgung des Rehabilitanden übernehmen sollen (Ärzte, Fachärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Pflegedienste).
Die Unterstützung bei der Beantragung genehmigungspflichtiger Leistungen bei der Pflege-und/oder Krankenkasse sowie Leistungen der Teilhabe.

Der "Rahmenvertrag Entlassmanagement von stationären Rehabilitationseinrichtungen" und die Anlagen können auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbandes heruntergeladen werden.