G-BA beschließt Anforderungen zum DMP für Rückenschmerz

(21.05.19) Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat die inhaltlichen Anforderungen an ein neues Disease-Management-Programm (DMP) für chronischen Rückenschmerz beschlossen. Festgelegt wurden unter anderem die Teilnahmekriterien sowie Vorgaben für die individuelle Therapieplanung und Regeln für die Koordination der verschiedenen an der Behandlung beteiligten Fachrichtungen. Ziel des DMP ist es, die medizinische Versorgung von Patienten mit chronischem Rückenschmerz zu verbessern.

An dem strukturierten Behandlungsprogramm sollen künftig Menschen mit chronischen Schmerzen im Kreuzbereich des Rückens, deutlichen Aktivitätseinschränkungen und einem fortbestehenden Therapiebedarf teilnehmen können. Als chronisch gelten Rückenschmerzen, wenn sie länger als zwölf Wochen andauern. Patienten, bei denen spezifische Ursachen für den Kreuzschmerz wie beispielsweise Wirbelkörperfrakturen oder rheumatische Erkrankungen vorliegen, soll dagegen nicht in das DMP eingeschrieben werden können. .

Das Bundesministerium für Gesundheit prüft nun den Beschluss des G-BA. Nach Nichtbeanstandung können die Krankenkassen regionale Verträge zur Umsetzung des neuen DMP mit Ärzten und Krankenhäusern abschließen.

AOK bietet spezielle Behandlungsprogramme an

Die AOK bietet ihren chronisch kranken Versicherten DMP unter dem Namen AOK-Curaplan an. Aktuell sind über 3,47 Millionen AOK-Versicherte in diese Programme eingeschrieben (Stand: März 2019).

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