Soziotherapie

Soziotherapie ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 37a SGB V). Sie soll Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, zum Beispiel Schizophrenie, in die Lage versetzen, ärztliche und ärztlich verordnete Leistungen selbstständig in Anspruch zu nehmen. Die Soziotherapie umfasst Motivationsarbeit und strukturiertes Training, die den Patienten helfen sollen, die erforderlichen medizinischen Maßnahmen zu akzeptieren und zu befolgen. Dadurch sollen unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden werden.

Soziotherapie muss von den dazu befugten Ärzten verordnet werden. Seit 1. April 2018 dürfen auch Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten eine entsprechend Verordung ausstellen. Der Umfang ist auf höchstens 120 Stunden in drei Jahren beschränkt. Welche Ärzte befugt sind, Verordnungen auszustellen und welche Leistungserbringer die Versicherten versorgen dürfen, vereinbaren Krankenkassen und Leistungserbringer auf Landesebene.

Einzelheiten zur Inanspruchnahme und Verordnung von Soziotherapie sowie zur Zusammenarbeit der beteiligten Leistungserbringer regelt die entsprechende Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA).

Die Begutachtungsanleitung des GKV-Spitzenverbands soll eine einheitliche Begutachtung
von Anträgen auf Leistungen der ambulanten Soziotherapie gewährleisten. Sie dient als Grundlage für die Begutach-
tung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung und für die Leistungsentscheidung der
Krankenkassen.

Muster für die Verordnung von Soziotherapie

Erläuterungen zu den Dokumenten

Anlage 2 (BMV-Ä) - 45. Änderung der Vereinbarung über Vordrucke
Stand: 01.10.17

Anlage 2a (BMV-Ä) - 8. Änderung der Vereinbarung über den Einsatz des Blankoformularbedruckungs-Verfahrens
Stand: 01.10.17