Impfkalender für Kinder und Erwachsene

Der Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurde auf Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) erstellt. Der Impfkalender gibt einen einfachen Überblick darüber, wann welche Standardimpfung fällig ist.

Schutzimpfungen für Kinder

Impfkalender 2019 (k)

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt während des ersten Lebensjahres von Kindern Schutzimpfungen gegen folgende Erkrankungen: Rotaviren, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Tetanus (Wundstarrkrampf), Poliomyelitis (Kinderlähmung), Haemophilus influenzae Typ B, Hepatitis B (Gelbsucht) und Pneumokokken. Zwischen dem 11. und 14. Monat wird die erste Imfpung gegen Masern, Mumps und Röteln empfohlen sowie eine erste Immunisierung gegen Varizellen (Windpocken). Nach dem ersten Geburtstag folgt einmalige Impfung gegen Meningokokken Typ C.

Die meisten dieser Impfungen werden im Verlaufe der Kindheit wiederholt oder aufgefrischt.

Für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren ist zudem die Impfung gegen Infektionen mit humanen Papilloma-Viren eine Kassenleistung. Diese Viren können Gebärmutterhalskrebs auslösen. Da die Viren hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, ist es für einen möglichst effektiven Schutz sinnvoll, nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen vor dem ersten Sexualkontakt mit einer HPV-Impfung zu immunisieren.

Schutzimpfungen für Erwachsene

Für Erwachsene steht in erster Linie der Schutz vor Tetanus und Diphtherie im Vordergrund, der alle zehn Jahre aufgefrischt werden muss. Zusätzlich rät die STIKO über 60-Jährigen, chronisch Kranken und allen, die beruflich viel Kontakt zu Kranken haben, sich jedes Jahr im Herbst gegen die saisonale Grippe (Influenza) immunisieren zu lassen.

Als neue Standardimpfung für Personen ab 60 Jahren wurde die einmalige Impfung (in zwei Impfdosen) gegen Herpes Zoster (Gürtelrose) in die Schutzimpfungs-Richtlinie und somit in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Unter bestimmten Bedingungen wird die Impfung auch schon bei Patienten ab 50 Jahren empfohlen, etwa bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem. 

Die Schutzimpfungs-Richtlinie beschreibt darüber hinaus altersabhängige Empfehlungen für die Durchführung von Nachholimpfungen. So sollen Erwachsene bei unzureichendem Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Masern oder Polio entsprechende Nachholimpfungen erhalten. Bei einer anstehenden Tetanus-Diphtherie-Auffrischimpfung sollte einmalig der Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis verwendet werden.

In welchem Lebensalter und gegen welche Infektionskrankheiten nach den Empfehlungen der STIKO geimpft werden soll, ist im Impfkalender zusammengefasst.

Impfkalender 2019 als PDF-Download
Stand: Mai 2019

Schutzimpfungs-Richtlinie des GBA