Stadt.Land.Gesund – Gut versorgt auch auf dem Land

Die Kasseler Stottertherapie ist eines von über 100 Projekten, die die AOK im Rahmen ihres Programms "Stadt. Land. Gesund" vorantreibt. Über 3.500 Patienten haben die computergestützte Therapie bisher durchlaufen. In Intensivkursen mit systematischer Nachsorge können sich sowohl Kinder als auch Jugendliche und Erwachsene ein dauerhaft flüssigeres Sprechen erarbeiten. Angelehnt an das amerikanische "Fluency-shaping"-Verfahren wird mit und ohne PC ein neues, weiches und gedehntes Sprechmuster trainiert und in den Alltag übertragen. Das gilt seit April 2018 auch für die Online-Version, die auf dem bewährten KST-Konzept beruht. Hier wird die gesamte Intensivtherapie in einem virtuellen Therapieraum durchgeführt. Teilnehmen können Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene. Sie absolvieren zunächst einen Informations- und Diagnosetag im Institut der KST in Bad Emstal mit Therapeuten und Ärzten. Daran schließt die Therapie in Form von Einzel- und Gruppensitzungen am heimischen Computer an. Die Therapiephase erstreckt sich über insgesamt acht Monate. Mit dem Online-Angebot können insbesondere Jugendliche in ländlichen Regionen erreicht werden, die sonst größere Distanzen bis zum nächsten Therapeuten überwinden müssten.

Mit der Initiative "Stadt. Land. Gesund" für eine bessere ländliche Gesundheitsversorgung möchte die Gesundheitskasse konkrete Angebote schaffen, um eine gleichermaßen gute medizinische Versorgung in Stadt und Land sicherzustellen. Dabei werden unterschiedliche Schwerpunkte bei der sektorenübergreifenden Versorgung, den Versorgungsassistenzen, der Digitalisierung und bei Arztnetzen gesetzt. "Aus Sicht der AOK haben diese Projekte das Potenzial, Lücken in der ländlichen Gesundheitsversorgung zu schließen", erläutert der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, das Engagement. Digitale Lösungen und Delegationsansätze sorgen dafür, dass bei der Behandlung räumliche Distanz überwunden wird und Patienten einen schnelleren Zugang zur Versorgung bekommen.

Zurück zu PRO DIALOG atuell vom 07.02.2020