DMP Asthma – Infoblatt erklärt alles Wichtige für die Praxis

Ein sechsseitiges Infoblatt der AOK informiert Ärzte kompakt über die Neuerungen im Disease-Management-Programm (DMP) für Patienten mit Asthma. Die Änderungen sollen zum 1. April 2019 in den Praxen umgesetzt werden. Das DMP ist vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) im vergangenen Jahr umfassend überarbeitet worden. Im Zentrum der Therapieziele stehen die Lebensqualität und die Reduktion krankheitsbedingter Risiken. Neue Ziele sind die Reduktion der asthmabedingten Letalität, eine adäquate Behandlung der Komorbiditäten wie Adipositas und das Erlernen von Selbstmanagement-Maßnahmen.

Auch bei der Einschreibung von Kindern gibt es eine wichtige Änderung: Bisher konnten Kinder erst ab einem Alter von fünf Jahren teilnehmen, künftig ist das schon ab Vollendung des ersten Lebensjahres möglich. Voraussetzung ist, dass ihre Lebensqualität durch die Erkrankung eingeschränkt ist. Die Eltern sollen zudem auf die Möglichkeit einer spontanen Ausheilung hingewiesen werden. Eine mögliche Beendigung der Teilnahme ist mindestens einmal jährlich zu überprüfen.

In den aktualisierten DMP-Anforderungen wird Asthma nicht mehr nach Schweregraden eingeteilt, sondern in kontrolliertes, teilweise kontrolliertes und unkontrolliertes Asthma. Die Asthmakontrolle umfasst neben der Symptomkontrolle eine individuelle Risikoabschätzung zukünftiger unerwünschter Auswirkungen der Erkrankung und der Therapie.

Künftig ist noch genauer definiert, wie die individuelle Krankheitssituation regelmäßig überprüft werden soll. Vorgesehen sind neben der Anamnese und Abschätzung des Kontrollgrades eine körperliche Untersuchung, das Prüfen der Medikation und Begleitmedikation, ein Medikamenten- und Notfallplan sowie die Prüfung der Inhalationstechnik.

Außerdem soll  bei jedem Arztkontakt geprüft werden, ob eine erstmalige Schulung empfehlenswert ist. Dabei stehen das Grundverständnis der Erkrankung sowie die Kenntnis persönlicher Krankheitsauslöser ebenso im Vordergrund wie die Kompetenz, eine Krankheitsverschlechterung selbstständig zu erkennen. Ein zusammen mit dem Arzt erstellter individueller Selbstmanagementplan und eine korrekte Inhalationstechnik gehören ebenfalls dazu.

Mehr Infos unter: www.aok-gesundheitspartner.de (> DMP > Veröffentlichungen)

Zurück zu PRO DIALOG aktuell vom 08.02.19