Ende der telefonischen Anamnese in Sicht

(14.05.20) Ab 1. Juni sollen für die Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit wieder die Bedingungen der Regelversorgung gelten: Ärzte müssen ihre Patienten dann wieder körperlich untersuchen, bevor sie die Bescheinigung ausstellen dürfen. Die entsprechende Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung, die während der Covid-19-Pandemie vermeidbare Kontakte unterbinden soll, wurde zwar bis zum Ende des Monats verlängert – aller Voraussicht nach jedoch zum letzten Mal. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mit Blick auf die Entwicklung der Gefährdungslage beschlossen.

Bei Atemwegserkrankungen bleibt das Telefon die erste Wahl

Bis einschließlich 31. Mai 2020 können also Patienten mit leichter Erkrankung der oberen Atemwege noch für bis zu sieben Kalendertage nach telefonischer Anamnese eine AU-bescheinigung erhalten. Unabhängig von der Ausnahmeregelung sollten Personen mit typischen Covid-19-Symptomen, nach Kontakt zu Covid-19-Patienten und bei unklaren Anzeichen von Atemwegsinfektionen zunächst telefonisch Kontakt aufnehmen, bevor sie die Praxis aufsuchen.

Der Beschluss zur Verlängerung der Ausnahmeregelung tritt mit Wirkung vom 19. Mai 2020 in Kraft.

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