Mammografie-Screening wird ausgesetzt

(27.03.20) Das bundesweite Programm zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammographie-Screening) wird bis auf Weiteres ausgesetzt. Das hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitgeteilt. Demnach will der Gemeinsame Bundesausschuss in Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium die Untersuchungen stoppen, um eine weitere Verbreitung von Coronavirus-Infektionen zu verhindern.

Alle Standorte, die Mammografie-Screenings durchführen, werden in den nächsten Tagen geschlossen. Der Versand von Einladungen an Frauen über 50 Jahren ist bis zum 30. April 2020 eingestellt und wird nachgeholt, sowie die Einrichtungen wieder öffnen. Frauen, die bereits einen Termin zur Mammografie erhalten haben, werden per Post informiert. Sie sollen zu einem späteren Zeitpunkt einen alternativen Termin erhalten. Die Befundung der bereits erstellten Mammografien wird fortgesetzt, wie es der vorgegebene Algorithmus verlangt. Ebenso sollen Frauen mit auffälligen Befunden innerhalb der vorgegebenen Fristen einen Termin zur Abklärung erhalten.

Viele Screening-Einheiten sind schon geschlossen

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) reagiert mit dem Beschluss auf die Schließung einzelner Screening-Einheiten aufgrund von krankheits- und quarantänebedingten Personalausfällen oder durch die Gesundheitsämter. Der Beschluss soll ein bundesweit einheitliches Vorgehen bewirken.

Mehr Informationen:

→ KBV: Vorübergehend kein Mammographie-Screening

→ Mammografie-Screening in Deutschland