Psychotherapie: Erstkontakt und Probatorik per Videosprechstunde möglich

(26.03.20) Die Begrenzungen der psychotherapeutischen Behandlung per Online-Sprechstunde sind weiter gelockert worden. Psychotherapeuten können jetzt auch den Erstkontakt mit neuen Patienten und die sogenannten probatorischen Sitzungen per Videosprechstunde durchführen. Das haben der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vereinbart. Die Ausnahmeregelung soll die Nutzung von Videosprechstunden als Alternative zum persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt fördern und gilt zunächst bis zum 30. Juni 2020. Davon unberührt bleibt die Gültigkeit der Rahmenbedingungen, wie sie im Bundesmantelvertrag für Ärzte  und Psychotherapeuten vereinbart wurden.

Bisher mussten die Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung im Vorfeld einer Psychotherapie im persönlichen Kontakt zwischen Therapeut und Patient stattfinden. Nur reguläre Sitzungen mit bereits bekannten Patienten konnten Psychotherapeuten per Videosprechstunde durchführen. Die bisher geltenden Limitierungen bei Umfang und Patientenzahl haben die Vertragspartner bereits Ende vergangener Woche aufgehoben –lediglich die Sitzungen zur Aufnahme neuer Patienten blieben ausgenommen. Generell dürfen Psychotherapeuten erst seit Herbst 2019 bestimmte Leistungen der Psychotherapie online durchführen und abrechnen.

Mehr Informationen

→ GPP: Limitierung von Videosprechstunden aufgehoben

→ KBV: Mehr Informationen zu Videosprechstunden