BZgA präsentiert HPV-Maßnahmenpaket

(19.12.18) Niedergelassene Ärzte sollen Eltern und Jugendliche noch mehr auf die Bedeutung der Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) hinweisen. Dazu hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Maßnahmenpaket entwickelt. Anlass sind die geänderten Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Sie empfiehlt die HPV-Impfung seit diesem Jahr nun auch für Jungen.

"Deutschland ist eines der ersten Länder, das die Empfehlung zur HPV-Impfung auch für Jungen ausspricht. Nun gilt es, die HPV-Impfung bekannter zu machen und die Impfquoten sowohl bei den Jungen als auch bei den Mädchen zu steigern", sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Laut BZgA waren 2015 nur 44,6 Prozent der 17-jährigen Mädchen und nur 31,5 Prozent der 15-jährigen Mädchen vollständig geimpft. Für Jungen lägen derzeit noch keine Daten zur bundesweiten Impfquote vor.

Ärzte sollen Impfung aktiv anbieten

Das aktuelle Maßnahmenpaket der BZgA soll deshalb Ärzte motivieren, die Impfung aktiv anzubieten und Eltern und junge Patienten über die Impfung und ihre präventiven Potentiale informieren. Im Rahmen einer Versandaktion stellt die BZgA ärztlichen Praxen Informationsmaterialien zur Verfügung. Begleitende Medien machen Eltern und Jugendliche auf die HPV-Impfung aufmerksam. Zusätzlich hält die Internetseite www.liebesleben.de umfangreiche Informationen zur HPV-Impfung bereit und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Die HPV-Impfung wird seit diesem Sommer für Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren empfohlen. Jugendliche, die noch nicht geimpft sind, können sich bis einschließlich 17 Jahre nachimpfen lassen. Die Impfung wird in diesen Altersgruppen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

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