Check-up 35: Altersgrenze sinkt

(15.04.19) Seit 1. April 2019 gelten die Änderungen an der Gesundheitsuntersuchung "Check-up". Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte die Neugestaltung 2018 beschlossen.

Bisher konnten sich gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre „durchchecken“ lassen. Seit April ist die erste Vorsorgeuntersuchung ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Zwischen 18 und 35 darf diese Leistung jedoch nur einmalig in Anspruch genommen werden. Zudem ist die Gesundheitsuntersuchung nach dem 35. Geburtstag in jedem dritten Jahr möglich ist.

Für Patienten, bei denen 2017 ein Check-up durchgeführt worden ist gilt eine Übergangsfrist: Sie können noch bis zum 30. September 2019 das zweijährige Untersuchungsintervall nutzen.

Ergebnisse werden in der Patientenakte dokumentiert

Vereinbart wurde auch, dass Ärzte die Ergebnisse des Check-ups nicht mehr auf dem Formular 30 ("Berichtsvordruck Gesundheitsuntersuchung") dokumentieren müssen. Die Dokumentation erfolgt künftig ausschließlich in der Patientenakte.

Der GBA hatte die Neugestaltung des Check-ups am 19. Juli 2018 beschlossen. Damit wurde eine Vorgabe aus dem Präventionsgesetz umgesetzt, das die Überarbeitung der Gesundheitsuntersuchung vorsieht. Danach wurde der Beschluss durch das Bundesgesundheitsminsterium geprüft. Zuletzt legte der Bewertungsausschuss die Vergütung der Leistung fest.

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