Check-up 35: Altersgrenze sinkt

(16.08.18) Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat bei der Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene Änderungen beschlossen. Diese betreffen Altersgrenze und Frequenz des Check-ups. Zudem sollen Ärzte ihre Patienten noch stärker als bisher zur Vorbeugung vor allem von kardiovaskulären Krankheiten beraten.

Bisher können sich gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre „durchchecken“ lassen. Zukünftig ist die erste Vorsorgeuntersuchung ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Zwischen 18 und 35 darf diese Leistung jedoch nur einmalig in Anspruch genommen werden. Geplant ist zudem, dass die Gesundheitsuntersuchung nach dem 35. Geburtstag in jedem dritten Jahr möglich ist.

Ergebnisse werden in der Patientenakte dokumentiert

Vereinbart wurde auch, dass Ärzte die Ergebnisse des Check-ups nicht mehr auf dem Formular 30 ("Berichtsvordruck Gesundheitsuntersuchung") dokumentieren müssen. Die Dokumentation erfolgt künftig ausschließlich in der Patientenakte.

Der GBA hat die Neugestaltung des Check-ups am 19. Juli 2018 beschlossen. Damit wurde eine Vorgabe aus dem Präventionsgesetz umgesetzt, das die Überarbeitung der Gesundheitsuntersuchung vorsieht.

Das Bundesgesundheitsministerium prüft nun zunächst den Beschluss. Gibt es keine Einwände, tritt der Entwurf am Tag nach seiner Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Dann hat der Bewertungsausschuss sechs Monate Zeit, um die Vergütung festzulegen. Erst danach haben Versicherte Anspruch auf die überarbeitete Gesundheitsuntersuchung.

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