Verträge/Vereinbarungen

  • Rahmenvertrag Apotheken

    Der Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung wird zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) geschlossen und gilt bundesweit. Der Vertrag regelt die genauen Modalitäten der Arzneimittelabgabe in deutschen Apotheken. Dazu zählt zum Beispiel die Auswahl preisgünstiger Arzneimittel und auch wirtschaftlicher Einzelmengen.

    Auf Landesebene können die Krankenkassen oder ihre Verbände mit der maßgeblichen Organisation der Apotheker ergänzende Verträge zum Rahmenvertrag schließen (§ 129 Absatz 5 SGB V).

    Seit dem 30. September 2016 gilt für Apotheker ein überarbeiteter Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 Absatz 2 SGB V. Die aktuell gültige Fassung des Vertrags bleibt noch bis zum 30. Juni 2019 in Kraft. Vom 1. Juli 2019 gilt die Fassung gilt eine neue Fassung. Derzeit können beide Fassungen des Vertrags auf der Website des GKV-Spitzenverbands eingesehen werden.
  • Apothekenabschlag

    Der Apothekenabschlag liegt 2015 bei 1,77 Euro und wird 2016 per Gesetz auf dieser Höhe festgeschrieben. Zuvor wurde er jährlich zwischen GKV-Spitzenverband und dem Deutschen Apothekerverband (DAV) vereinbart. 2014 lag er bei 1,80 Euro, im ersten Halbjahr 2013 bei 1,75 Euro und im zweiten bei 1,85 Euro.

    Apotheken erhalten für jedes verschreibungspflichtige Arzneimittel einen Festzuschlag von 8,35 Euro ohne Mehrwertsteuer und zuzüglich drei Prozent vom Apothekeneinkaufspreis zur Finanzierung von Wareneinkauf und Lagerhaltung. Bei gesetzlich Krankenversicherten müssen die Apotheken den Kassen auf diese Summe einen Abschlag, den Apothekenabschlag, gewähren. Damit will der Gesetzgeber die Bedeutung der gesetzlichen Krankenversicherung als „Großkunde“ im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung unterstreichen. Der Abschlag wird gewährt, wenn die Apothekenrechnung nach Eingang bei der Krankenkasse innerhalb von zehn Tagen beglichen wird. Der Abschlag wird laut § 130 SGB V in Verhandlungen zwischen GKV-Spitzenverband und dem DAV angepasst.
  • Hilfstaxe

    Insbesondere Krebsmedikamente wie zum Beispiel Zytostatika werden in der Apotheke häufig patientenindividuell zubereitet: Apotheker stellen unter anderem sterile Infusions- oder Injektionslösungen her und liefern diese an die Ärzte. Kassen und Apotheker haben den gesetzlichen Auftrag, sich auf Preise und Vergütungsdetails für solche Zubereitungen zu einigen.

    In der sogenannten Hilfstaxe, einer Vereinbarung zwischen dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem GKV-Spitzenverband, haben beide Parteien Preise und Abschläge sowie Näheres zur Abrechnung und zur Vergütungshöhe festgelegt.

    • Vereinbarung zur Hilfstaxe
      Vertrag über die Preisbildung für Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen (§§ 4 und 5 der Arzneimittelpreisverordnung) zwischen dem GKV-Spitzenverband und dem Deutschen Apothekerverband auf der Website des GKV-Spitzenverbandes