Pflegehilfsmittel

Neben Hilfsmitteln, die Versicherte wegen ihrer Krankheit oder Behinderung von den Krankenkassen erhalten, können Pflegebedürftige, die zu Hause leben, die sogenannten Pfleghilfsmittel in Anspruch nehmen. Sie dienen dazu, die Pflege zu erleichtern, die Beschwerden von Pflegebedürftigen zu lindern und ihnen eine selbstständigere Lebensführung zu ermöglichen.

Seit dem 1. Januar 2015 zahlt die Pflegeversicherung bis zu 40 Euro im Monat für die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel wie Einmalhandschuhe oder Mundschutz.

Antrag auf Kostenübernahme
Vertrag über die Versorgung der Versicherten mit zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln gemäß §§ 78 Abs. 1 in Verbindung mit 40 Abs. 2 SGB XI

Die kassenartenübergreifenden Verträge zur Versorgung mit zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln und Hausnotrufsystemen schließt der GKV-Spitzenverband auf Bundeseben ab. Weitere Informationen und Unterlagen gibt es auf den Seiten des GKV-Spitzenverbandes. Dort haben Leistungserbringer die Möglichkeit, ihre Verträge online zu ändern oder neuen Verträgen beizutreten.

Einzelheiten zur Versorgung mit Hilfsmitteln, die sowohl der Krankheitsbehandlung als auch der Pflege dienen können, (doppelfunktionale Hilfsmittel) legt der GKV-Spitzenverband in den entsprechenden Richtlinien fest.

Informationen zu den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln (Produktgruppe 54)

Wo findet im Hause der AOK Nordost - Die Gesundheitskasse die Bearbeitung der Kostenvoranschläge für die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel statt?

Alle Anträge für Versicherte der AOK Nordost-Die Gesundheitskasse, die in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder in einem anderen Bundesland wohnen, werden ausschließlich im Team SLE 2/0/6 bearbeitet. Bitte senden Sie uns die Anträge als elektronischen Kostenvoranschlag oder alternativ per Fax an 0800 265080 39191.

Wie gestalten wir für alle Versicherten der AOK Nordost die im § 3 Abs. 1 genannte Genehmigungspflicht und wie geschieht das praktisch?

Die AOK Nordost - Die Gesundheitskasse genehmigt für ihre Versicherten die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel. Sie als Vertragspartner reichen uns die von Versicherten bzw. von deren Betreuern ausgefüllten und unterschriebenen Anträge auf Kostenübernahme (Anlage 4) als elektronischen Kostenvoranschlag oder per Fax  ein. Nach leistungsrechtlicher Prüfung erhalten Sie einen Leistungsbescheid sowie im Falle der Genehmigung ein Abrechnungsblatt mit den relevanten Abrechnungsdaten.

Wichtig: Grundlage für jede Abrechnung ist die  mitgeteilte Genehmigungsnummer. Bitte geben Sie diese bei jeder Abrechnung an.

Was ist zu tun, wenn sich der Versorgungsbedarf ändert?

Die AOK Nordost-Die Gesundheitskasse genehmigt die Anträge unbefristet bis zu einem Betrag von 40 Euro. Bei Änderung des Versorgungsbedarfes benötigen wir daher keinen neuen Antrag von Ihnen. Die Abrechnung der Produkte kann unter Beachtung der vereinbarten Höchstpreise je Produkt bis zu einem Betrag von maximal monatlich 40 Euro entsprechend dem individuellen Monatsbedarf erfolgen.

Welche Aspekte sind unbedingt von den Vertragspartnern bei der Rechnungslegung zu beachten?

Zahlungsbegründende Unterlagen sind:

  • Rechnung wie in der bisher vereinbarten Form
  • Angabe der Genehmigungsnummer oder Kopie des Abrechnungsblattes. Liegt Ihnen beides nicht vor, reichen Sie bitte eine Kopie unserer per Anlage 4 erfolgten Kostenübernahme (Hinweis: Liegt aufgrund der bis 14.06.2012 in MV geltenden Ruhensregelung keine förmlich erteilte Kostenzusage der Anlage 4 vor, ist ausnahmsweise für diese Fälle das Einreichen nicht notwendig)
  • Lieferschein mit der genauen Bezeichnung, Anzahl und Preis des/der Pflegehilfsmittel/s bzw. Anlage 2 des Vertrages
  • Empfangsbestätigung des Versicherten bzw. der zur Annahme beauftragten Person im Original
  • Als Empfangsbestätigung gelten auch:
    - Zustellbeleg mit eingescannter Unterschrift oder
    - so genannte Abstellgenehmigungen von Paketdiensten

Wer darf die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel nutzen?

Die zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI sind für die nicht erwerbsmäßig tätigen Pflegepersonen des Pflegebedürftigen bestimmt und dürfen daher nicht von ambulanten Pflegediensten benutzt werden. Sofern ein Pflegedienst derartige Produkte im Rahmen der Pflegesachleistung, Kombinationspflege bzw. häuslichen Krankenpflege verwendet, zählen sie zu den vom Pflegedienst vorzuhaltenden Betriebsmitteln. In diesem Zusammenhang weisen wir vorsorglich auf die Anlage 3 des Vertrages hin.

Welche Besonderheiten gibt es im Bereich der Bettschutzeinlagen?

Der Vertrag sieht auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme von wiederverwendbaren saugenden Bettschutzeinlagen vor. Grundsätzlich vertreten wir die Auffassung, dass wiederverwendbare saugende Bettschutzeinlagen den saugenden Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch vorgezogen werden sollten. Beide Produkte gleichzeitig sollen grundsätzlich nicht an einen Pflegebedürftigen ausgegeben werden, da es sich dann um eine Doppelversorgung handelt. Jede davon abweichende Abgabe ist - insbesondere vor dem Hintergrund des in der Pflegeversicherung geltenden Wirtschaftlichkeitsgebots (§ 29 SGB XI) - individuell zu begründen.

Wo erfolgt die Rechnungsbearbeitung für Versicherte der AOK Nordost?

Ihre Rechnungen senden Sie bitte an folgende Anschriften:

Briefe:                       AOK Nordost – Die Gesundheitskasse

                                  Rechnungsannahme

                                  Postfach 140252

                                  14302 Berlin

 

Päckchen/ Pakete:   AOK Nordost- die Gesundheitskasse

                                  Rechnungsannahme

                                  Am Teltowkanal 8

                                  14513 Teltow

Haben Sie weitere Fragen?

Gern stehen Ihnen unsere Ansprechpartner für weitere Fragen zur Verfügung.