Einschreibung in das Behandlungsprogramm

Patienten mit koronarer Herzkrankheit können an einem DMP KHK teilnehmen, wenn der Vertragsarzt davon ausgeht, dass der Patient von der Teilnahme an einem solchen Programm profitiert. Es ist erforderlich, dass bei der Einschreibung die Diagnose möglichst gesichert ist. Hierfür gelten folgende Einschreibekriterien:

Patienten mit manifester Koronarer Herzkrankheit (KHK) können in das DMP eingeschrieben werden, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

  • akutes Koronarsyndrom in der Vorgeschichte
  • aus Symptomatik, klinischer Untersuchung, Anamnese, Begleiterkrankungen und Belastungs-EKG belegbare 90-prozentige Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer KHK
  • andere nicht invasive Methoden (echokardiographische oder szintigraphische Verfahren), sofern ein Belastungs-EKG nicht durchführbar oder auswertbar ist
  • Nachweis aus Koronarangiografie

Die Kriterien dienen der Sicherstellung der berechtigten Einschreibung der Patienten mit einer Koronaren Herzkrankheit in ein Disease-Management-Programm. Sie sollten aus den Ihnen vorliegenden medizinischen Befunden abgeleitet werden können. Die Einleitung einer Diagnostik nur zur Ermöglichung einer Teilnahme der Patienten am DMP sollte daher nicht erfolgen.

Der Patient

  • hat die Bereitschaft und die Möglichkeit, aktiv am Programm teilzunehmen;
  • erhält ein Merkblatt, auf dem das Ziel, die Inhalte und der Ablauf des DMP dargestellt sind;
  • erhält eine Datenschutzinformation, in der detailliert der Datenfluss erläutert wird;
  • unterschreibt eine Teilnahme-/ Einwilligungserklärung (TE/EWE), in der er unter anderem bestätigt, dass er die Programm- und Versorgungsziele kennt, den koordinierenden Arzt ausgewählt hat und die Nutzung seiner Daten autorisiert;
  • bespricht gemeinsam mit dem Arzt die ausgefüllte Erstdokumentation.