Vorlage der eGK nicht immer notwendig

(09.04.20) Bei der telefonischen Beratung sowie für Folgerezepte nach telefonischer Anamnese, Überweisungen und Folgeverordnungen muss der Patient seine elektronische Gesundheitskarte (eGK) nicht in der Arztpraxis vorlegen. Voraussetzung ist, dass er in den zurückliegenden sechs Quartalen (1. Oktober 2018 bis 31. März 2020) mindestens einmal in der Praxis war. In diesen Fällen übernimmt die Praxis die Versichertendaten aus der Patientenakte. Darauf haben sich der GKV-Spitzenverband mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung geeinigt. Diese Regelung gilt während der Corona-Pandemie und ist bis zum 30. Juni befristet.

Allerdings können auch unbekannte Patienten ohne Einlesen der eGK behandelt werden. Das gilt für die Videosprechstunde sowie die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. In diesem Fall übermittelt der Patient seine Daten per Telefon oder Video an die Praxis.

Weitere Informationen zu den Sonderregelungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus:

Befristete Vereinbarung zur Verwendung der eGK bei telefonischen Kontakten und Kontakten im Rahmen einer Videosprechstunde während der Covid-19-Pandemie
in Kraft seit 01.04.2020; Befristete bis zum 30.06.2020