Förderung von regionalen Netzwerken

Die Grundlagen

Pflegekassen können sich an Netzwerken für eine strukturierte Zusammenarbeit in der Versorgung beteiligen und diese mit bis zu 20.000 Euro je Kalenderjahr je Kreis oder kreisfreier Stadt fördern. Insgesamt stellt der Spitzenverband Bund der Pflegekassen 10 Millionen Euro je Kalenderjahr (davon 10 Prozent Beteiligung durch private Pflegepflichtversicherung) für die Förderung zur Verfügung. Diese Regelung ist im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes III zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten.

Die Netzwerke sollen dem strukturierten Zusammenwirken aller Akteure dienen, die an der Versorgung Pflegebedürftiger beteiligt sind. Sie können sich im Rahmen einer freiwilligen Vereinbarung vernetzen und eine Kooperationsvereinbarung schließen. Gefördert werden Personal- und Sachkosten für die Koordination des Netzwerkes ebenso wie Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit. Ziel der regionalen Netzwerke ist die Verbesserung der Versorgung und Unterstützung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen sowie vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen.

Der Antrag auf Netzwerkförderung kann an eine beliebige Pflegekasse gestellt werden. Das Antragsformular finden Sie im Anhang gemeinsam mit den Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes. Die Pflegekasse prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und leitet den Antrag an die Verbände der Pflegekassen im Land Brandenburg, in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern weiter. Diese erteilen innerhalb von drei Monaten nach Eingang des Vorschlags die Zustimmung zur Auszahlung mit Höhe des Förderbetrags beziehungsweise teilen dem Netzwerk unter Angabe von Gründen die Ablehnung mit.

Anschließend informieren die Verbände der Pflegekassen im Land Brandenburg, die Landesverbände der Pflegekassen in Berlin beziehungsweise die Landesverbände der Pflegekassen Mecklenburg-Vorpommern das Bundesversicherungsamt (BVA) über die Entscheidung und Höhe der zugesagten Fördermittel, damit die Fördermittel unmittelbar an die regionalen Netzwerke ausgezahlt werden.

Im darauffolgenden Jahr müssen die Netzwerke den Verbänden der Pflegekassen bis zum 31. März die Nachweise über die Verwendung der Mittel zur Prüfung vorlegen. Nicht verwendete oder nicht zulässig verwendete Fördermittel müssen dann an das BVA zurückgezahlt werden. Die im jeweiligen Haushaltsjahr nicht in Anspruch genommenen Mittel können nicht für weitere Netzwerkarbeit in das Folgejahr übertragen werden.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Anträge für das Jahr 2020 können bereits ab dem 01.10.2019 eingereicht werden.
  • Ein Netzwerk kann grundsätzlich nicht zu Beginn mit einem Antrag einer Förderung eine Förderzusage für mehrere Jahre erhalten. Eine Förderzusage für einen längeren Zeitraum als ein Jahr ist aktuell nicht vorgesehen, sonst wäre dies im Gesetz explizit mit einer konkreten Frist geregelt.
  • Sofern zur Darlegung des Verwendungsnachweises und Finanzierungsplans ein Muster in Form einer Excel Tabelle/Word Dokument  erforderlich ist, wenden Sie sich bitte an die unten angegenbene Mailadresse.

Antrag auf Förderung von Netzwerken nach § 45c Abs. 9 SGB XI
Download des Antrags als ausfüllbares PDF (2,2 MB)

Finanzierungsplan - Anlage zum Antrag auf Förderung eines regionalen Netzwerkes nach § 45c Abs. 9 SGB X
Download des Antrags als ausfüllbares PDF (2,2 MB)

Muster Verwendungsnachweis
Download des Antrags als ausfüllbares PDF (2,2 MB)

Ihr Kontakt zur AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
E-Mail-Kontakt: netzwerkfoerderung(at)nordost.aok.de
Tel.: 0800 – 26508024003

Bitte senden Sie die  Anträge mit den vollständigen Unterlagen an die E-Mailadresse “netzwerkfoerderung@nordost.aok.de“, um eine schnelle Bearbeitungszeit zu gewährleisten und unnötige Verzögerungen durch den postalischen Weg zu vermeiden.

Weiterführende Informationen:

→ Download der Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes
→ Gesetzliche Grundlagen:  § 45 c Abs. 9 SGB XI