"Wir haben in der Pflege enormen Druck"

Logo G+G digital

(08.01.20) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2020 zum "Jahr der Krankenpflege und Hebammen" ausgerufen. Auch in Deutschland ist die Pflege weiterhin eine der größten "Baustellen" im Gesundheitswesen. Das AOK-Magazin "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G) hat das Thema auch in der jüngsten Ausgabe aufgegriffen.

Neben dem deutlichen Mangel an Fachkräften geht es um eine Reform der Finanzierung. Denn Pflegebedürftige müssen immer tiefer in die Tasche greifen, um ihre vollstationäre Versorgung zu bezahlen. "Doch mit einfach nur mehr Geld ist es in der Pflege nicht getan", schreiben die Pflegeexpertinnen Antje Schwinger (WIdO) und Martina Sitte (AOK-Bundesverband) in ihrer Bestandsaufnahme der Reformmodelle.

Reform in der Pfelge noch 2020

"Wir haben in der Pflege enormem Druck", sagt Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann im G+G-Interview. Sie fordert eine Reform noch 2020, setzt sich für eine Fixierung des Eigenanteils und einen Steuerzuschuss ein, etwa für versicherungsfremde Leistungen. "Zudem müssen die soziale und die private Pflegeversicherung zu einer gemeinsamen Versicherung zusammengeführt werden", sagt die SPD-Politikerin im Gespräch mit Thorsten Severin.

Das Titelthema der aktuellen G+G-Ausgabe beschäftigt sich mit dem "frühen Blick auf letzte Schritte". Qualifizierte Gesprächsbegleiter helfen Heimbewohnern, sich über ihre Wünsche klarzuwerden und sie in einer Patientenverfügung unmissverständlich aufzuschreiben. Dr. Silke Heller-Jung und Olaf Hermann haben sich die Arbeit der Begleiter für ihre G+G-Reportage zeigen lassen.

Weiterführende Informationen: