Ausschreibung Konzession Luftrettung Berlin

Die Krankenkassen und deren Verbände begrüßen, dass das Land Berlin im Mai erstmals die Konzession über den Luftrettungsdienst Berlin ausgeschrieben hat (EU-Bekanntmachung  Abl. 2019/S 091-220911 vom 13.05.2019). Gegenstand der Ausschreibung sind u. a. für die Dauer von zehn Jahren die Besetzung der schon vorhandenen und bewährten Luftrettungsstandorte „Christoph 31“ und „Christoph Berlin“.

Was die Ausschreibung der Neuerrichtung eines weiteren Luftrettungsstandortes (Los 3) betrifft, hatten sich die Krankenkassen und deren Verbände im Vorfeld gegen die Errichtung eines dritten Luftrettungsstandortes ausgesprochen. Sie sind der Ansicht, dass dieser für eine bedarfs- und fachgerechte Versorgung nicht notwendig ist und ein Bedarf bis heute nicht  nachvollziehbar dargelegt ist, zumal die Einsatzzahlen der zwei vorhandenen Hubschrauber seit drei Jahren sinken. Mit dem Geld, das ein zusätzlicher Rettungstransporthubschrauber kostet, könnten mindestens drei zusätzliche, notarztbesetzte Fahrzeuge rund um die Uhr in Betrieb genommen werden - für die Notfallrettung in Berlin effektiver und patientenfreundlicher.

Angesichts der veröffentlichten Bieterfragen und –antworten stellen die Kostenträger klar, dass sie an der Ermittlung der laut EU-Bekanntmachung geschätzten Kosten für die drei Lose nicht beteiligt waren. Das Land Berlin hat den Kostenträgern unter Hinweis auf § 21 des Rettungsdienstgesetzes Berlin schriftlich bestätigt, dass im Konzessionsvertrag keinerlei Festlegung einer Vergütung zu ihren Lasten erfolgt.

Ansprechpartner:

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Silvia Danke
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