1. Juni: Tag der Organspende

Organspende-Ausweis

(31.05.19) In Deutschland warten rund 9.400 schwer kranke Menschen auf Spenderorgane. 3.790 von ihnen haben 2018 noch rechtzeitig ein Spenderorgan bekommen, 901 Menschen auf der Warteliste sind 2018 verstorben. Laut dem Jahresbericht der Deutschen Stiftung Organtransplantation wurden 2018 postmortal 3.113 Organe gespendet.

Bei der Organspende gilt die sogenannte Entscheidungslösung. Demnach werden alle Bürger in einem geregelten Verfahren über die Organspende informiert und regelmäßig zu einer persönlichen Erklärung aufgefordert, ob sie einer Organspende zustimmen, nicht zustimmen oder sich nicht erklären möchten. Zuvor war mit der sogenannten erweiterten Zustimmungslösung eine Organspende nach dem Tod nur möglich, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten zugestimmt hat oder die Angehörigen im Todesfall zugestimmt haben. So legte es das Transplantationsgesetz von 1997 fest.

Deutsche stehen Organ- und Gewebespende positiv gegenüber

Eine repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt, dass 84 Prozent der Befragten einer Organ- und Gewebespende positiv gegenüber stehen. 39 Prozent aller Befragten haben ihre Entscheidung in einem Organspendeausweis beziehungsweise in einer Patientenverfügung festgehalten.

AOK hilft bei der Entscheidung

Für die meisten Menschen ist es schwierig, sich für oder gegen eine Organspende am Ende des Lebens zu entscheiden. Deshalb hat die AOK eine Entscheidungshilfe entwickelt, die beim Abwägen der Argumente unterstützen kann.

Mit dem Tag der Organspende wollen Selbsthilfeverbände, Dialyse- und Transplantationszentren Angst und Vorurteile zum Thema abbauen und über Organspende aufklären. Der Tag der Organspende wurde 1983 von verschiedenen Patientenverbänden und Organisationen ins Leben gerufen und auf den ersten Samstag im Juni gelegt. Die AOK unterstützt den Tag der Organspende mit Mitteln aus der Selbsthilfeförderung.

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