Informationen zur Verordnung von Blutzuckerteststreifen

Gemäß § 128 ist die Abgabe von Hilfsmitteln an Versicherte über Depots bei Vertragsärzten unzulässig, sofern es sich nicht um eine Versorgung von Notfällen handelt. Dieses gilt auch für Blutzuckermesssysteme, die den Hilfsmitteln zugeordnet sind.

Die AOK NordWest ermöglicht jedoch den Vertragsarztpraxen in Schleswig-Holstein, an der wirtschaftlichen Versorgung der Versicherten mit Blutzuckermesssystemen mitzuwirken und diese in der Praxis direkt abzugeben, wenn ein Vertrag nach § 128 Abs. 4 SGB V geschlossen wird.

Vereinbarung BZ-Testgeräte
Stand: 17.05.16

Um bei gleichbleibend hoher Qualität die Versorgung der Versicherten mit Blutzuckerteststreifen wirtschaftlich zu gestalten, haben die Primärkassen in Schleswig-Holstein mit den dort ansässigen Apotheken eine Preisvereinbarung im Rahmen des Arzneiliefervertrages geschlossen. Durch Auswahl der darunter fallenden Teststreifen können Ärzte bis zu 30 Prozent günstiger verordnen und so ihr Verordnungsvolumen entlasten.

Übersicht über wirtschaftliche Blutzuckerteststreifen
Stand: 01.06.17

Übersicht über Verordnungsanlässe und -häufigkeiten für Blutzuckerteststreifen 
Aus Nordlicht Aktuell, Ausgabe 04/2014

Um die Zahl der Messfehler möglichst gering zu halten und so einen effizienten Einsatz der Blutzuckerteststreifen/Messgeräte zu gewährleisten, hat die AOK NordWest eine Übersicht über die häufigsten Fehlerquellen zusammengestellt.

Beispiele für Fehlerquellen bei der Blutzucker-Selbstkontrolle
Stand: 01.11.15

Ab Mai 2016 wird die neue DIN-ISO-Norm für Blutzuckermesssysteme verbindlich. Die AOK NordWest hat die wichtigsten Änderungen zusammengetragen.

Übersicht über die Änderungen durch DIN ISO EN 15197:2013