Ministerium veröffentlicht GKV-Finanzergebnis 2016

(08.03.17) 2016 nahmen die gesetzlichen Krankenkassen knapp 1,38 Milliarden Euro mehr ein, als sie ausgaben. So beliefen sich die Einnahmen auf insgesamt 224,15 Milliarden Euro. Denen standen Ausgaben von 222,77 Milliarden Euro gegenüber. Das hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) jetzt im vorläufigen Finanzergebnis mitgeteilt.

Für die Krankenhausbehandlung gaben die Kassen pro Versicherten 2,8 Prozent mehr aus als im Vorjahr. Insgesamt erhielten die Kliniken rund 74 Milliarden Euro von den Kassen und somit rund 2,66 Milliarden Euro höhere Finanzmittel als im Jahr 2015. Das sind 33 Prozent der Gesamtausgaben und damit der größte Ausgabenanteil innerhalb der gesamten gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

Erneut positiv bewertete das BMG die Zuwächse bei der Hospiz- und Palliativversorgung. Die Zuschüsse der Krankenkassen für Hospize beliefen sich auf knapp 45 Millionen Euro (27,6 Prozent mehr als im Vorjahr je Versicherten) und für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung rund 73 Millionen Euro (21,5 Prozent mehr als im Vorjahr je Versicherten). Diese Ausgabensteigerung führt das Ministerium auf das im vergangenen Jahr verabschiedeten Hospiz- und Palliativgesetz zurück.

Dass die Pro-Kopf-Ausgaben der Krankenkassen 2016 "nur" um 3,3 Prozent gestiegen sind, ist laut BMG auf eine größere Zahl an GKV-Versicherten zurückzuführen. Laut Ministerium ist das der niedrigste Anstieg seit 2012.