Überarbeitetes Meldeverfahren zu Lieferengpässen bei Impfstoffen

Impfstoffe

(17.07.18) Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat das Konzept zum Meldeverfahren zu Lieferengpässen von Impfstoffen angepasst. Zusammen mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) hat das Institut das Lieferengpasskonzept überarbeitet. "Mit diesem gemeinschaftlich getragenen Projekt verfolgen wir das Ziel, frühzeitig Lieferengpässe zu erfassen und Versorgungsengpässen mit Impfstoffen vorzubeugen", sagte der Präsident des PEI, Klaus Cichutek. Das PEI hat von nun an die Möglichkeit, bei einem drohenden Impfstoffengpass mehr Informationen anderer Hersteller über deren Bestände zu erhalten und so einen Engpass genauer vorherzusehen und darauf zu reagieren, zum Beispiel durch Alternativempfehlungen.

Seit Oktober 2015 veröffentlicht das PEI die von den Herstellern gemeldeten Lieferengpässe bei Impfstoffen. Diese Lieferengpässe können entstehen, wenn Hersteller aus technischen oder anderen Gründen nicht genügend Impfstoff ausliefern können oder eine unerwartete vermehrte Nachfrage die Kapazitäten der Hersteller überschreitet.

Die Lieferengpassliste informiert Fachkreise und alle Interessierten darüber, welche Impfstoffe beim Hersteller nicht verfügbar sind und wie lange diese Impfstoffe nicht ausgeliefert werden können. Die entsprechenden Informationen erhält das PEI von den Impfstoffherstellern. Diese melden die Engpässe auf Basis einer freiwilligen Verbindlichkeitserklärung verpflichtend an das PEI.

RKI bewertet Informationen zu Lieferengpässen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) bewertet wiederum die Informationen zu Lieferengpässen dahingehend, ob sie Einfluss auf die Umsetzung der Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) haben könnten. Falls dies der Fall ist – insbesondere wenn kein alternativer Impfstoff in derselben Zusammensetzung zur Verfügung steht – gibt die STIKO Hinweise, welche anderen Impfstoffe wahlweise verwendet werden können.

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