Nachsorge im DMP Brustkrebs gestärkt

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat das Disease-Management-Programm (DMP) Brustkrebs umfassend überarbeitet und an den derzeitigen Stand der medizinischen Erkenntnisse angepasst. Darüber hinaus setzt das DMP jetzt zusätzliche Schwerpunkte: So spielen künftig die Nachsorge und die psychosoziale Beratung eine wichtigere Rolle als bisher. Ziel ist es, den Patientinnen den Umgang mit Neben- und Folgewirkungen aufgrund der langwierigen Behandlung zu erleichtern. Da die Erkrankung auch nach einem längeren Zeitraum wieder auftreten kann, dürfen Patientinnen nun bis zu zehn Jahre am DMP Brustkrebs teilnehmen.

Änderungen hat der GBA auch zum DMP Diabetes mellitus Typ 2 (DM2) beschlossen. Sie betreffen die Hinweise zum Antidiabetikum Empagliflozin. Der GBA hatte diesem Wirkstoff einen beträchtlichen Zusatznutzen für DM2-Patienten bescheinigt, die an einer manifesten kardiovaskulären Erkrankung leiden.  

Die geänderten Richtlinien treten am ersten Tag des nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger folgenden Quartals in Kraft. 

Zum GBA-Beschluss über aktuelle Änderungen im DMP-Brustkrebs