Zahnärzte lernen künftig mehr über Allgemeinerkrankungen

Bild Zahnarzt

(15.08.17) Die zahnärztliche Ausbildung wird reformiert. Mit der Neuregelung der Approbationsordnung lernen angehende Zahnärzte in Zukunft mehr über Allgemeinerkrankungen. Dazu werden die Studiengänge Zahnmedizin und Humanmedizin in den ersten Semestern angeglichen.

Die zahnärztliche Ausbildung erfolgt derzeit noch auf der Grundlage der aus dem Jahr 1955 stammenden und seitdem weitgehend unveränderten Approbationsordnung für Zahnärzte. Die dringend erforderliche Reform soll die Ausbildung an die fachlichen Weiterentwicklungen anpassen und so zukunftsfest machen, so das Gesundheitsministerium.

Vorsorge und Zahnerhaltung spielen größere Rolle

Das Studium gliedert sich künftig in einen vorklinischen Studienabschnitt von vier Semestern, in dem das medizinische und das zahnmedizinische Grundlagenwissen vermittelt wird, und in einen klinischen Studienabschnitt von sechs Semestern für die praktische Ausbildung. Durch mehr medizinische Unterrichtsveranstaltungen sollen Allgemeinerkrankungen besser in der Ausbildung abgebildet werden. Auch die Themen Vorsorge und Zahnerhaltung erhalten ein größeres Gewicht. Die Einführung eines Querschnittsbereichs "Wissenschaftliches Arbeiten" soll die wissenschaftliche Kompetenz der künftigen Zahnärzte stärken. Verbessert wird außerdem das Betreuungsverhältnis von Lehrenden zu Studierenden bei der praktischen Ausbildung.

Die Verordnung zur Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung liegt dem Bundesrat vor und muss von ihm noch genehmigt werden.

Zur Verordnung zur Neuregelung der zahnärztlichen Ausbildung (PDF)