Nationale Präventionskonferenz verabschiedet Empfehlungen zur Gesundheitsförderung

(02.03.16) Die Nationale Präventionskonferenz hat trägerübergreifende Bundesrahmenempfehlungen zur Gesundheitsförderung in Lebenswelten und Betrieben verabschiedet. Damit hat das Gremium, das von der gesetzlichen Kranken-, Unfall-, Renten- und Pflegeversicherung getragen wird, seine erste gesetzliche Aufgabe erfüllt. Die nun beschlossenen Rahmenempfehlungen sollen die Grundlage einer künftigen nationalen Präventionsstrategie bilden. Umgesetzt werden die Empfehlungen in den Ländern und Kommunen auf der Grundlage von Landesrahmenvereinbarungen, die die Sozialversicherungsträger mit den zuständigen Stellen in den Ländern schließen. 

Orientierung am Lebenslauf

Die Rahmenempfehlungen definieren gemeinsame Ziele für die drei übergeordneten Themenfelder "gesund aufwachsen", "gesund leben und arbeiten" und "gesund im Alter". "Durch diese Orientierung am Lebenslauf ist es grundsätzlich möglich, alle Menschen mit lebensweltbezogener Prävention zu erreichen - angefangen mit Maßnahmen in Kindergärten und Schulen über Gesundheitsförderung in Betrieben und Präventionsarbeit in kommunalen Einrichtungen bis hin zu entsprechenden Aktivitäten in Pflegeeinrichtungen", heißt es in der Pressemitteilung der Träger. Für die jeweiligen Ziele und Zielgruppen beschreiben die Bundesrahmenempfehlungen die Handlungsfelder und das Leistungsspektrum. Aufgeführt wird zudem, welche Beiträge die jeweiligen Sozialversicherungsträger leisten und welche Organisationen und Einrichtungen an konkreten Maßnahmen beteiligt werden sollten.

Die Empfehlungen werden im Herbst diskutiert

Im Herbst dieses Jahres werden die Inhalte im Rahmen des ersten Präventionsforums mit einer breiten Fachöffentlichkeit diskutiert. 2019 soll die Nationale Präventionskonferenz erstmals den im Vierjahresturnus erscheinenden, trägerübergreifenden Präventionsbericht vorlegen. Nationale Präventionskonferenz, -strategie und -forum sind Bestandteil des im Sommer 2015 verabschiedeten Präventionsgesetzes.

Neben den vier Sozialversicherungen als Träger haben auch Vertreter von Bundes- und Landesministerien, kommunalen Spitzenverbänden und der Bundesagentur für Arbeit an der Entwicklung der Bundesrahmenempfehlungen mitgewirkt; darüber hinaus waren Gewerkschaften, Arbeitgeber und Patientenvertreter beteiligt sowie die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung.