Patientenschulungen

Die Krankenkasse kann bei Bedarf Patientenschulungen für chronisch Kranke erbringen, wenn sie zuletzt Krankenbehandlung geleistet hat oder leistet (§ 43 Abs. 1 Nr. 2 SGB V). Angehörige und ständige Betreuungspersonen sind einzubeziehen, wenn dies aus medizinischen Gründen erforderlich erscheint. Die Wirksamkeit und Effizienz der Schulungen muss nachgewiesen sein.

Qualitätsgesicherte Patientenschulungen sind ein geeignetes Interventions- und Motivationsinstrument im Rahmen der medizinischen Rehabilitation. Es handelt sich dabei um interaktive Gruppenprogramme. Sie haben das Ziel, die Mitarbeit (Compliance) der Betroffenen bei der medizinischen Behandlung zu verbessern und ihre Fähigkeit zum selbstverantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung (Selbstmanagement) in Kooperation mit professioneller Hilfe zu stärken. Die Maßnahmen müssen vom Versicherten im Einzelfall vor Beginn mit einer ärztlichen Begründung beantragt und von der Krankenkasse bewilligt werden.

Die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene und der GKV-Spitzenverband haben in Gemeinsamen Empfehlungen Ziele und Inhalte von Patientenschulungen, Voraussetzungen für die Inanspruchnahme und qualitative Anforderungen an das Schulungsprogramm definiert. Die Empfehlungen beinhalten auch eine Checkliste der erforderlichen Unterlagen für eine Konzeptprüfung. 

Gemeinsame Empfehlungen Patientenschulungen
Gemeinsame Empfehlungen zur Förderung und Durchführung von Patientenschulungen
Stand: 21.04.15

Gemeinsame Empfehlungen Patientenschulungen (adipöse Kinder und Jugendliche)
Gemeinsame Empfehlungen zur Förderung und Durchführung von Patientenschulungen für behandlungsbedürftige adipöse Kinder und Jugendliche
Stand: 21.04.15

Gemeinsame Empfehlungen Patientenschulungen (Kinder und Jugendliche mit atopischem Ekzem)
Gemeinsame Empfehlungen zur Förderung und Durchführung von Patientenschulungen für behandlungsbedürftige Kinder und Jugendliche mit atopischem Ekzem (Neurodermitis)
Stand: 21.04.15