Mehr als 60.000 Auszubildende in der Pflege

(06.06.18) Etwa 63.200 Jugendliche haben im Herbst 2016 eine Ausbildung in einem Pflegeberuf begonnen. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) mitgeteilt. Nach Angaben von Destatis werden Pflegeberufe nach wie vor in erster Linie von jungen Frauen erlernt. Der Anteil der Männer ist allerdings leicht angestiegen.

Nach Destatis-Angaben waren 49.200 (78 Prozent) von den neuen Auszubildenden weiblich und 14.000 (22 Prozent) männlich. 2016 begannen 43 Prozent mehr Frauen eine Ausbildung im Pflegebereich als noch im Jahr 2006. Bei den Männern lag der Anstieg bei 54 Prozent. Das heißt: Die Zahlen sind bei beiden Geschlechtern höher geworden, bei den Männern aber stärker.

Zu den Pflegeberufen zählen die Ausbildungen als Gesundheits- und Krankenpfleger, Kinderkrankenpfleger oder Altenpfleger - sowie die nur ein Jahr dauernden Ausbildungen als Pflegehelfer.

Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege: Was sich ändert

Ab 2020 wird die Ausbildung in den drei Berufsfeldern Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege durch das Pflegeberufegesetz zusammengeführt. Alle Auszubildenden lernen zwei Jahre gemeinsam. Erst im dritten Jahr folgt eine Spezialisierung. Diese sogenannte generalistische Ausbildung soll es ermöglichen, im Berufsleben zwischen den Pflege-Bereichen zu wechseln. Ergänzend zur beruflichen Pflegeausbildung wird ein Pflegestudium eingeführt. Eine weitere Änderung: Zukünftig muss kein Schulgeld mehr gezahlt werden.

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